Fußball-Geschichte: Vor 20 Jahren bekam Ralf von Diericke einen Profi-Vertrag – als Freigänger

Veröffentlicht am: 13. August 2008 | Kategorie(n): Rückpass: Fußball-Nostalgie

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Der Artikel vom 10. August 1988 war überschrieben mit “Nach jedem Spiel zurück ins Gefängnis”. Und so reißerisch der Titel auch anmutet, die Geschichte über den ehemaligen Spieler des Wuppertaler SV, Ralf von Diericke, war im Grunde noch viel spannender. Denn von Diericke bekam damals seine Strafe vor allem für eine Tat: Er hatte seinen eigenen Klub, den WSV, überfallen und zusammen mit einem Kumpanen die Tageseinnahmen (11.000 Mark) entwendet. Sechs Jahre Haft waren die Folge.

Doch von Diericke schaffte nach anfänglichen Selbstmordgedanken die spektakuläre Rückkehr in den bezahlten Fußball. Über ein Spiel der Gefängnis-Auswahl gegen einen Amateurklub (er schoss 7 Tore) und ein erstes Engagement beim Oberliga-Verein VfB Remscheid, glückte ihm der Sprung zu Union Solingen. Dort spielte er noch 27 Mal. Doch nach einer roten Karte wurde es für den Stürmer nichts mehr mit dem erhofften Ziel Bundesliga. Ralf von Diericke kehrte in seinen erlernten Beruf zurück und arbeitet noch heute in Kleve als Versicherungsmakler.

Ein interessanter Artikel zum Thema ist auch bei SPIEGEL WISSEN erschienen. Allerdings bereits am 18.05.1987. Die Geschichte ging damals noch weiter!

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