Der BVB feiert seinen hundersten Geburtstag. Da wollen natürlich die Nachbarn im Ruhrgebiet nicht zurückstehen und gratulieren Borussia Dortmund recht herzlich zum Jubiläum!
MSV DUISBURG

Peter Neururer, Trainer des MSV Duisburg:
»Als Kind des Ruhrgebiets, als jemand, der fürs Revier einsteht, ist es natürlich eine besondere Ehre für mich, Borussia Dortmund die herzlichsten Glückwünsche zum Jubiläum aussprechen zu dürfen. Der BVB ist ja nicht nur in Deutschland sondern auch international ein echtes Aushängeschild für die gesamte Region. Und ein Verein, der alle Weltkriege überstanden und so eine Tradition aufgebaut hat, dem kann man nur den allerhöchsten Respekt und die größtmögliche Hochachtung zollen – auch wenn in meinen Adern bekanntermaßen blau-weißes Blut fließt. Leider spielen wir im Moment in unterschiedlichen Klassen. Wir arbeiten aber darauf hin, dass wir so bald wie möglich unseren Fans wieder packende Duelle gegen den BVB präsentieren können. Glückwünsche vom MSV Duisburg, Peter Neururer!«
Rückblick: Der Niederländer Alfred Nijhuis ist in Duisburg ein Idol. In seinen letzten Karrierejahren wurde er aber auch ein Publikumsliebling im Westfalenstadion. Das war ein echtes Kunststück, denn die Dortmunder Fans haben den MSV-Anhängern bis heute nicht verziehen, dass sie am 34. Spieltag der Saison 1991/92 jubelten, als der BVB in den letzten Minuten durch ein Tor von Guido Buchwald für den VfB Stuttgart in Leverkusen die Meisterschaft verlor. Im Wedaustadion hatte der BVB den MSV mit 1:0 bezwungen und damit endgültig in die zweite Liga geschickt.
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S.C. DORSTFELD 09

André Schütte, 1. Vorsitzende des S.C. Dorstfeld 09:
»Werte Sportfreunde, auch wir dürfen uns in die Menge der vielen Gratulanten einreihen und sagen: Herzlichen Glückwunsch zu 100 Jahre Borussia Dortmund! Wir selbst - ein mit 500 Mitgliedern größter Fußballverein im Dortmunder Westen - werden in diesem Jahr 100 Jahre alt und freuen uns, neben dem großen BVB unser Jubiläum feiern zu dürfen. Mit den besten Wünschen für die Zukunft hoffen auch wir im Amateurfußball, dass der »große Nachbar« kurzfristig wieder im internationalen Geschäft mitmischt.«
Rückblick: »Die Verbindung zwischen dem S.C. Dorstfeld 09 und dem BVB hat Tradition. Neben Ralf Loose, dem bekannten ehemaligen Bundesligaspieler, ist niemand geringerer als die BVB-Legende und Mitglied der Mannschaft, die 1966 den Europapokal der Pokalsieger nach Dortmund holte, Lothar Emmerich, aus der Dorstfelder Jugendarbeit erwachsen.«
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ROT-WEISS ESSEN

Thomas Strunz, Manager Rot-Weiss Essen:
»Borussia Dortmund und Rot-Weiss Essen – nicht nur die räumliche Nähe der beiden Ruhrgebietsvereine verbindet. Neben einer alten Fanfreundschaft, die vor allem in den 70er Jahren gelebt wurde, teilten sich die Vereine im Laufe der Zeit zahlreiche namhafte Spieler, die die Geschichten beider Clubs nachhaltig prägten. Heute ist der BVB einer der beliebtesten und erfolgreichsten Vereine des Landes und ein bedeutendes Aushängeschild für das Ruhrgebiet. In diesem Sinne gratuliert Rot-Weiss Essen dem BVB sehr herzlich zu seinem 100-jährigen Vereinsjubiläum und wünscht alles Gute für die weitere Zukunft. Glückauf!«
Rückblick: »Ein bei RWE ausgebildeter Jugendspieler sorgte 1986 für große Erleichterung am Borsig-Platz: Jürgen »Kobra« Wegmann. Der Stürmer, der aus der Jugendabteilung von Rot-Weiss Essen stammte, debütierte 1984 mit Borussia Dortmund in der Bundesliga. Zwei Jahre später rettete er die Borussia mit seinem Tor in der letzten Minute des Relegations-Rückspiels gegen Fortuna Köln ins Entscheidungsspiel, in dem der BVB den Abstieg vermeiden konnte.«
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WUPPERTALER SV

Thomas Stickroth, Co-Trainer des Wuppertaler SV:
»Ich beglückwünsche den Verein BVB dafür, dass er so viele und treue Fans hat, die wie eine Wand (bildlich, wenn ich an das Stadion denke) hinter ihrer Mannschaft stehen! In der Hoffnung, dass der WSV schon in baldiger Zukunft an die legendären Duelle der Oberliga West gegen den BVB anknüpfen kann, wünsche ich weitere 100 Jahre schwarz-gelbe Fußballherrlichkeit. Mit rot-blauen Grüßen aus dem Stadion am Zoo, Thomas Stickroth!«
Rückblick: Die Oberliga West ist legendär. Aus dieser Zeit stammen auch die spannendsten Duelle zwischen dem WSV und dem BVB. Besonders in Erinnerung ist den Wuppertalern ein Auswärtsspiel in der Saison 1955/56 geblieben. Ihr Auswahl-Torwart Klaus Wilhelm verletzte sich damals schon sehr früh in der Begegnung, durfte aber – wie es früher üblich war – nicht ausgewechselt werden. Ein Umstand, den die Spieler des BVB natürlich für sich zu nutzen wussten. Michallek, Kapitulski und die „Drei Alfredos“ Preißler, Kelbassa und Niepieklo wirbelten den WSV durcheinander und verpassten dem armen Keeper Wilhelm beim 9:1 manch spektakuläres Tor.«
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ROT-WEISS OBERHAUSEN

Hajo Sommers, Vorstandsvorsitzender, S.C. Rot Weiß Oberhausen e.V.:
»Willkommen im Club. Erst einmal die herzlichsten Glückwünsche zum 100jährigen an alle BVBler und das von ganzem Herzen. Nicht das ich in meinem 50jährigen »Fußballerleben« jemals eine nähere Berührung mit dem BVB gehabt hätte, aber ich kenne sogar in Oberhausen (in unserer kleinen Stadt ist man eigentlich eher Schalke zugetan – warum auch immer oder warum auch nicht?) und in meinem Bekanntenkreis doch so manchen leidenschaftlichen BVB Fan ganz persönlich. Somit durfte auch ich am Tresen meiner Stammkneipe an so manchem Abend in den letzten Jahren mit dabei sein, wenn es wieder mal hieß: Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt und alles in schwarz - gelb. Ich wünsche dem BVB auch in den nächsten hundert Fußballjahren viel Erfolg und vielleicht sehen wir uns ja mal aufem Platz.«
Rückblick: Als Oberhausen 1969 in die erste Fußball-Bundesliga aufstieg, hatte daran besonders ein ehemaliger BVB-Spieler seinen großen Anteil. Die Dortmunder Legende und bis heute der Rekordtorschütze des BVB, Alfred Preißler, führte als Trainer die Rot-Weißen zum lang ersehnten Aufstieg in den bezahlten Fußball. Zwei Jahre nach seinem Ausscheiden stieg Oberhausen unter Trainer Heinz Murach dann leider wieder ab.
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FC SCHALKE 04

Maskottchen Erwin:
»Herzlichen Glückwunsch dem Verein, den man als Schalker einfach lieb haben muss: Die ersten Trikots waren Blau-Weiß, der erster Trainer hieß Ernst Kuzorra und der Siegtorschütze im Europapokalfinale 1966 Stan Libuda. Schalker Schützenhilfe hat der BVB ja ohnehin gern genommen, wie die überschwänglichen Dankesfaxe für das 4:2 im Jahr 1995 gegen den damaligen Dortmunder Titelkonkurrenten Werder Bremen zeigen. Am schönsten war es, als beide Clubs gleichzeitig was zu feiern hatten: 1997, als man sogar mit Schalke-Trikot auf dem Friedensplatz gerngesehener Gast war. Auf die nächsten 100 Jahre friedlicher Erzrivalität! Und man muss ja auch gönnen können: dem BVB weiterhin immer eine Deutsche Meisterschaft weniger als dem S04.«
Rückblick: Die Derbys sind legendär! In der Bundesliga trafen beide Mannschaften bisher 74 Mal aufeinander: 26 Siege konnte der BVB für sich verbuchen, 25 Mal behielt Schalke die Oberhand und 23 Mal trennte man sich schiedlich-friedlich mit einem Unentschieden. Und Stichwort Rivalität. Das war nicht immer so: Nach der ersten Schalker Meisterschaft 1934 wurde der Zug der Schalker im Dortmunder Bahnhof frenetisch bejubelt. Von dort wurden die »Knappen« ins Rathaus der Stadt eskortiert, wo sie sich ins »Goldene Buch« der Stadt eintrugen.
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VFL BOCHUM

Hans Walitza, VfL-Legende und Mitglied der Jahrhundertelf:
»Vorweg schon einmal die herzlichsten blau-weißen Glückwünsche aus Bochum an die Borussia. Für mich war ja immer das Imposanteste diese unglaubliche Zuschauerzahl. Als wir 1971/72 die erste Saison in der Bundesliga spielten und Dortmund in dem Jahr abstieg, hatten sie dennoch mehr als das Doppelte von uns. Max Merkel hat ja mal gesagt: »Wenn im Westfalenstadion der Rasen gemäht wird, stehen hinterher 20 Mann zusammen und erzählen, wie es gewesen ist.« So war es! Und das ist für einen Spieler Segen und Fluch zugleich. Da war Bochum sicherlich immer noch etwas familiärer. Und das hat auch dem menschlich und fußballerisch feinen Kerl, Reinhold Wosab, so gut bei uns gefallen, als er damals vom BVB kam. Alles Gute und viele schöne Spiele noch untereinander im Revier, euer Hans Walitza«
Rückblick: Lang, lang ist es her. Im Sommer 1981 steht dem VfL Bochum finanziell wieder einmal das Wasser bis zum Hals. In allerletzter Sekunde rettet der BVB den VfL Bochum mit dem Transfer von Legende Franz-Josef »Jupp« Tenhagen nach Dortmund. VfL-Ex-Präsident Ottokar Wüst erinnert sich: »Und dann hat der Reinhard Rauball gesagt: Schick uns den Tenhagen und wir schicken euch eine Million Mark. Andernfalls hätte es uns am nächsten Tag nicht mehr gegeben.«
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- 04.09.09 - Dortmund: DEM FUSSBALL SEIN ZUHAUSE-Spezial - 100 Jahre BVB 09, FHH/Dortmund, 20h, -> Infos & VVK
- 26.11.09 - Bochum: Ben Redelings trifft…LEGENDEN DES REVIERFUSSBALLS mit Ex-Nationalspieler FRANK MILL & BVB-Anekdoten-Lexikon DIETRICH SCHULZE-MARMELING, RIFF/Bochum, Infos & VVK