100 Jahre Borussia Dortmund – Aber eins, aber eins, das bleibt besteh’n: Borussia Dortmund wird nie untergeh’n! BVB-Teil 1!

Veröffentlicht am: 21. Juli 2009 | Kategorie(n): Rückpass: Fußball-Nostalgie

TEIL I

100 Jahre BVB – Aber eins, aber eins, das bleibt besteh’n: Borussia Dortmund wird nie untergeh’n!

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Als unsere Nachbarin neulich ihren einhundertsten Geburtstag feierte, habe ich sie lange angeschaut: Die alte Dame ist wenige Tage vor dem berühmten Verein aus Dortmund geboren worden, der so viele Geschichten, so unendlich viele Anekdoten zu erzählen hat aus dem langen Leben eines ruhmreichen Fußballklubs. Unsere Nachbarin hat sie alle miterlebt. Wirklich beneidenswert!

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In den legendären fünfziger Jahren, als man 1956 und 1957 zwei der insgesamt sechs deutschen Meisterschaften ins Revier holte, zeigte man zuweilen Traumfußball. Nach dem 5:0-Endrundensieg des BVB über den Hamburger SV am 30. Mai 1956 schrieb das angesehene Fachmagazin »Fußball-Sport«: »Schade, dass von diesem Gruppenspiel kein Lehrfilm aufgenommen wurde. Dann könnte ich mir alle Worte sparen und Ihnen, lieber Leser, diesen Film schicken und recht viel Vergnügen wünschen.«

Aber was war das damals auch für eine geniale Truppe. Echte Kerle liefen für die Borussia aus Dortmund auf den Platz. Max Michallek, ein genialer Mittelläufer, war einer von ihnen. Als er einmal die Abfahrt zu einem Vorrundenspiel in Berlin verpasste, klagte er nicht etwa sein Leid, sondern ging zum Dortmunder Hbf und fuhr mit einem Kohlenzug hinterher. Um den Fahrpreis zurückzahlen zu können, schippte er vorne im Zug eifrig das schwarze Gold in den Kessel. An der Grenze in Helmstedt warteten schon ganz neugierig die russischen Grenzer auf ihn. Russschwarz und ohne Ausweis trat Michallek vor die Besatzermächte und befürchtete das Aus seiner Reise. Doch er hatte Glück. Der BVB hatte Bescheid gesagt und so lächelte ein Grenzer den Star im Outfit eines Bergmanns radebrechend an: »Du Michallek, großer Fußballer, du darfst weiter.« In Berlin hat er dann zwei Tore für seine Borussia gemacht.

Im Mai 1966 herrschte Riesenjubel in Dortmund. Die Menschen standen am Straßenrand Spalier für die siegreiche Mannschaft, die vor Glück strahlend in Cabrios durch die schwarz-gelb beflaggte Stadt gefahren wurde. In einem Auto saßen Lothar Emmerich, Aki Schmidt und Stan Libuda zusammen und reckten stolz den Europapokal der Pokalsieger nach oben. Lachend drehte sich Aki Schmidt irgendwann an diesem herrlichen Tag zur Seite. Er schaute ins Tränen überströmte Gesicht von Stan Libuda. Man, dachte sich Aki, der ist ja voller Emotionen. Den hat es richtig gepackt. Und er beugte sich zu Libuda hinüber und wollte ihm gerade etwas ins Ohr flüstern, da raunzte dieser ihm durch die nur spaltbreit geöffneten Zähne zu: »Halt bloß die Schnauze, Aki. Der Emma hat mir in die Eier gezwickt!«

Anfang der siebziger Jahre trainierte in Dortmund ein Mann den BVB, dessen Eitelkeit lediglich noch von seiner Sehschwäche übertroffen wurde. Hermann Lindemann hatte aus ästhetischen Gründen die Angewohnheit, seine dicke Hornbrille an Spieltagen gerne einmal nicht aufzusetzen. Und das sorgte hier und da für manch lustige Geschichte. So erzählt man sich in Dortmund heute noch mit Tränen in den Augen von dem Tag, als Lindemann – aus welchem Grund auch immer – für einen Moment nicht aufs Spielfeld guckte und so verpasste, wie der gegnerischen Mannschaft ein Elfmeter zugesprochen wurde. Als der Schütze gerade den Strafstoß erfolgreich ausführte, schaute der blinde Maulwurf Lindemann wieder hin und war vollkommen außer sich: »Mein Gott, wie kann denn der Kerl da so frei zum Schuss kommen, ihr Deppen?«

-> Teil II

Ausschnitt aus: Dem Fußball sein Zuhause. Pöhlen, Pils und Pokale entlang der B1

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10 Kommentare

1. Alex | 21. Juli 2009 um 14:44:48

Da weint der Purist: “Aber eins, aber eins…” ist schließlich ein Song der Ur-Aachener Spaßtruppe DIE 3 ATÖMCHEN und seit mindestens 4000 Jahren das Alemannia-Vereinslied…

2. Mario Krohm | 22. Juli 2009 um 08:21:17

Wollte nur mal kurz feststellen, dass das Lied “Aber eins, aber eins…” ganz klar auf Aachener Mist gewachsen ist. Ansonsten: Glückwunsch nach Dortmund!

3. DASKREUTZ | 22. Juli 2009 um 10:12:21

Jenau Jungs,

dat Lied is unser.
Mario muß et ja wissen.

4. der Kalle | 23. Juli 2009 um 10:34:57

Sorry Jungs, netter Versuch…
Der Refrain ist aus den Vereinslied meiner Borussia
und wurde 1934 anlässlich der Feier des 25-jährigen Vereinsjubiläums komponiert!!!

Das Aachener-Lied der 3 Atömchen wurde 1967 veröffentlicht!!!

Gruß
Kalle

5. DASKREUTZ | 24. Juli 2009 um 14:18:54

Ach wat!

6. DASKREUTZ | 24. Juli 2009 um 17:15:13

Hab mich in die Tiefen des BVB begeben. Dat stimmt wat der Kalle sacht.

Dafür is unser Gelb schöner. Dä!

7. jünnes | 25. Juli 2009 um 23:06:57

Unterschied zur Borussia:
Wir singen dat!
Un dat nicht nur einmal im Jahr, ne mindestens 17 mal + DFB + UEFA, doppeldä!

8. Ostkurvenmattes | 26. Juli 2009 um 16:53:57

Schwattgelbe Streithammel!
Wir haben Herberts Liebeslied…und ihr nicht!Höchstet dä!

9. DASKREUTZ | 27. Juli 2009 um 10:18:01

Wir haben (hatten) die Jansenbrothers un ihr Kumpel. Dä!

Ach, übrigens, 3:2 gegen den DFB und UEFA – Cupgewinner.
Doppeldä!

10. Ostkurvenmattes | 28. Juli 2009 um 09:49:53

Jaja, Aachen ist wirklich gaaanz tief im Westen!

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