Buch: Sebastian Deisler – Zurück ins Leben. Die Geschichte eines Fussballspielers (von Michael Rosentritt)!

Veröffentlicht am: 1. Oktober 2009 | Kategorie(n): Fußball-Bücher

sebastian_deisler_zurueck_ins_leben_buch

Sebastian Deisler hat ein Buch schreiben lassen (Michael Rosentritt). Es heißt Zurück ins Leben – Die Geschichte eines Fußballspielers. Seit gestern wird das Buch in den Medien mit einer beispiellosen Kampagne in die Bestseller-Listen gepusht (wir beteiligen uns hier mit diesem Text natürlich ebenfalls daran).

Sebastian Deisler, der sich offensichtlich so sehr nach Zuspruch und Zuneigung sehnt(e) und sich jahrelang nach dem Ende seiner Karriere vor allem wohl auch aufgrund seiner Depression aus der Öffentlichkeit zurück gezogen hatte, prescht mit diesem Buch von einem Moment zum nächsten nicht nur zurück ins Leben, sondern auch in das Blitzlichtgewitter der Öffentlichkeit. Man mag angesichts dieser Worte von Sebastian Deisler bezweifeln, ob das wirklich so sinnvoll und durchdacht war: “Jeden Tag Kameras, Notizblöcke, Mikrofone – jeden Tag. Ich dachte, ich zerbreche.” Man kann Sebastian Deisler nur wünschen, dass er mit diesem Schritt ein bisschen mehr Glück erfährt, als scheinbar mit der Karriere als Fußballprofi!

Eine Rezension des Buchs Zurück ins Leben – Die Geschichte eines Fußballspielers über Sebastian Deisler folgt dann aller Vorraussicht nach demnächst an dieser Stelle (nach der Lektüre einiger anderer spannender Fußballbücher, die im Moment auf den Markt kommen)!

5 Kommentare

1. Holger | 1. Oktober 2009 um 09:26:09

Da hört man jahrelang nix von dem und dann *peng* ballert der einem gestern frontal auf allen Netzseiten entgegen. Hat mich auch schwer gewundert. Aber jeder Mensch ist ja frei in seinen Entscheidungen…

1. Ein Haufen Nachdenklichke&hellip | 1. Oktober 2009 um 14:29:30

[...] drei Zwitschersätze nebst gemäßigterem Artikel von Deislers Fußballbuchautorenkollege Ben Redelings haben mich heute bewogen, dann doch die neue [...]

1. Benzi | 2. Oktober 2009 um 10:54:10

Ist übrigens gestern ein Interview im Dossier der ZEIT zu erschienen…Packend und ziemlich traurig. Hans Meyer hat mal über Fussballer gesagt, dass Spielintelligenz gar nichts mit herkömmlicher Intelligenz zu tun hat. Nach dem Artikel wurde ich den Eindruck nicht los, dass beides bei Herrn Deisler vorhanden war und das ihm das – so wie es sich bei ihm verteilt hat – nicht gut getan hat auf dem Fussballzirkus.

P.S: Glückwunsch zu Ihrem selbst erfundenen Berufsfeld, Herr Redelings, das grenzt fast an Beckenbauers Erfindung des Liberos

1. affrodite11 | 11. Oktober 2009 um 16:29:09

Der Gesamteindruck von Sebastian Deisler bei Günther Jauch stimmt mit dem Titel des Buches keinesfalls überein. Er machte auf mich den Eindruck, daß er noch einen langen Weg bis zu seiner Genesung vor sich hat. In Interviews bestätigt er dies aber auch. Seine Zukunft steht in den Sternen, aber ich empfinde es als sehr traurig, daß solch ein begabter Mensch mit 29 Jahren seinen Traum nicht leben konnte – nämlich Fussball auf höchstem Niveau spielen zu können, nur weil er nicht hart genug für das Geschäft ist. Zuerst wird er von allen als der große Retter für den deutschen Fussball gefeiert und dann genauso schnell wieder fallengelassen und ein sensibler Mensch – wie jeder andere vermutlich aber auch – kann damit nicht gut umgehen. Er war unglücklich und hatte kein Netz, daß ihn aufgefangen hat. Seine Rettung war die Depression, besser als Selbstmord oder andere Krankheiten. Jetzt hat er die Möglichkeit, für sich herauszufinden, was er aus seinem Leben machen möchte. Ich wünsche ihm viel Erfolg dabei.

1. Ostkurvenmattes | 12. Oktober 2009 um 16:23:56

Dennoch: warum dann seine “Verareitung” veröffentlichen?
Das fehlende Netz kann ihm wohl und wird ihn wohl niemand hinhängen können. Er muss es selbst spinnen. Das Buch scheint ihm dabei nicht zu helfen, vielmehr manifstiert es möglicherweise seine eigene Gefangenheit.

Hinterlasse einen Kommentar

Folgende Tags können genutzt werden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <blockquote cite=""> <code> <em> <strong>