Sodele, es war mal wieder ergreifend, eure Einsendungen zu erhalten. Herzlichen Dank dafür! Und weil ich nicht die Verantwortung übernehmen wollte, wer denn diese zwei Bände des großartigen Buchs der Stadionfotografie vonReinaldo Coddou: “Fussballtempel”am Ende gewinnt, habe ich die Wahl an zwei charmante Fußballexperten delegiert. Und die befanden, das Sven T. (Bild 1) und Thorsten H. (Bild 2) die Aufgabe (Schickt uns ein Foto, auf denen ihr euer ganz persönliches “Dem Fußball sein Zuhause” zeigt) am besten gelöst haben. Dem kann und will ich mich nur anschließen. Herzlichen Glückwunsch an euch beide, die Bücher sind bereits unterwegs!
Bild 1 (“Ich veredele alle diese Hochzeitsbilder ganz persönlich mit meinem Motiv. Egal, wer auch immer da heiratet”)
Jeden Samstag wird hier nun aus dem Revier geflüstert. Was gibt es fußballerisch Neues zwischen Kamp-Lintfort und Bönen, zwischen Haltern und Sprockhövel. Und ihr könnt mitmachen: Schickt eure Infos, Tipps und Anregungen an post at scudetto.de. Es gibt auch immer wieder etwas als Belohnung zu gewinnen!
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In Duisburg haben sie einen neuen Trainer. Das ist nichts Neues. Was allerdings auch nichts Neues ist: Der gute Mann lobte erst einmal indirekt den allmächtigen Patriarchen Walter Hellmich. Milan Sasic, der den MSV Duisburg wieder in die Spitzengruppe der 2.Liga führen will, sagte – wie all seine Vorgänger – leicht nach oben buckelnd: »Duisburg ist ein gut geführter Verein…!« Das kann schon sein, aber wann beherzigt in Duisburg oder anderswo mal wieder einer den – von Horst Szymaniak zitierten – Bergmannsspruch: »Kein Kniefall, auch nicht vor gekrönten Häuptern!«?
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In Oberhausen passieren gar zu herrliche Dinge. Es ist eine wahre Freude, da aus dem nahen Bochum zuzugucken. Und ich bin ehrlich: Wenn man Hajo Sommers, den die Medien gerne auch den “strippenden Präsidenten” nennen, sieht und mit ihm spricht, dann kann man schon einmal ein wenig eifersüchtig auf die Rot-Weißen werden. Auch wenn euch in Oberhausen, sorry lieber Hajo, bei dieser Aktion durchaus auch eine knackige Präsidentin gut zu Gesicht gestanden hätte.
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Der Start von Heiko Herrlich beim VfL Bochum kann man – nun ja – als nicht ganz glücklich bezeichnen. Und deshalb gab Herrlich auch als Devise für die nächsten Wochen “arbeiten, arbeiten, arbeiten” aus. Warum man dann nicht wenigstens zwei Mal am Tag trainiert, mag als überzogene Polemik gelten. Aber man kann das Ganze ja auch auf die komische Art betrachten, wie es ein User im westline-Forum des VfL Bochum tat. Auf die Bemerkung Herrlichs, dass er seine Spieler mit verschiedenen Übungsformen dazu zwingen will, sich nach der Ballannahme schneller vom Ball zu trennen, antwortete das Forumsmitglied süffisant: “Das klappte beim Spiel gegen Frankfurt ja schon gut, nur vielleicht sollten sie versuchen den Ball an den Mitspieler zu bringen und nicht an den Gegenspieler.”
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In diesen nostalgie-geschwängerten Zeiten hat sich die SportBild diese Woche an den DDR-Rekordnationalspieler Joachim Streich erinnert. Kurz nach der Wende arbeitete der Magdeburger als Trainer bei Eintracht Braunschweig. Keine ganz so glückliche Zeit für Streich. Er kam mit den Gegebenheiten des “kühlen Profi-Fußballs” im Westen nicht klar. Und als er einmal die Suspendierung des späteren Bochumers Holger Aden (hatte zu ausgiebig bei einer Diskonacht gefeiert) auf Geheiß des Präsidenten zurücknehmen musste, war seine Zeit in Braunschweig kurz darauf bereits wieder abgelaufen.
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Gestern schrieb ein Scudetto-Gast, dass er 1996 mal eine Zeit lang in München gelebt habe und dass es damals im Kunstpark Ost eine Kneipe namens “Mills” gegeben habe, weil der Inhaber ein großer Frank Mill – Fan gewesen sei und die ganze Bude mit Frank Mill Devotionalien ausgeschmückt habe. Er bat mich darum, Frank Mill am 26. November im RIFF mal zu fragen, “ob er das weiß und ob er da evtl. sogar mal selber aufgelaufen ist.” Eine Sache, die ich natürlich sehr gerne übernehme!
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Und zum Schluss noch ein Video aus Dortmund. BVB-Trainer Jürgen Klopp präsentierte sich mal wieder von seiner sympathisch-lockeren Art. Als ein herrenloses Handy bei der Pressekonferenz klingelte, ging Jürgen Klopp…ach, schaut selbst!
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Übrigens: Die Gewinner der Karten für Recklinghausen haben Post! Viele Grüße und auf bald, Ben Redelings!
Ben Redelings, geboren 1975, lebt in Bochum als freier Autor und Filmemacher. Seine in schöner Regelmäßigkeit ausverkauften kulturellen Fußballabende SCUDETTO genießen mittlerweile “Kultstatus” (WAZ).
Die ehrenwerte Berufsbezeichnung “Fußballkulturschaffender in Vollzeit” des Radiosenders “1LIVE” hat sich Redelings also redlich verdient.
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Zitat
Es wird geschätzt, dass rund 5 Babelsberger Fans ihr Team in die Grotenburg begleitet haben. (Homepage des KFC Uerdingen) – aus dem Buch: Ein Tor würde dem Spiel gut tun. Das ultimative Buch der Fußball-Wahrheiten