Danke an Moddin M. für den Tipp!
Danke an Moddin M. für den Tipp!
Ab sofort berichtet unser Niederlande-Korrespondent Moddin Meyer (Rotterdam) in unregelmäßig-regelmäßigen Abständen aus dem Land des Käses, der Tulpen und der Cruyffs.
Besser fluchen
Wir finden Niederländer gerne niedlich, weil sie zum Teddybär „knuffelbeest” sagen und zum Moped „bromfiets” (Brummfahrrad). Die Niedlichländer aber können schimpfen wie Emberizae schoenicli – wie die Rohrspatzen. Was die Fluchkultur betrifft haben sie uns sogar etwas voraus, denn wo der Deutsche in der analen Phase hängen geblieben zu sein scheint (Arschloch, Kacke, Mist, Scheiße), bewegt sich der Holländer bereits in der genitalen Phase (kut, lul, klootzak = „Muschi”, „Schniedelwutz”, Hodensack).
„Verdammte Scheiße!” dürfte sich Marko Pantelic gedacht haben, und „Waarom speelt de klootzak niet af?!” dachten laut die Anhänger Ajax’ ob seiner Leistungen in der Hinrunde.
Mittlerweile ist Pantelic in A’dam angekommen, schießt seine Tore und harmoniert mit Sturmpartner Luis Suarez. Am letzten Spieltag konnte Suarez endlich wieder mit Pantelic jubeln. Suarez war zuvor nämlich gesperrt gewesen, weil der Talentierteste unter den „Göttersöhnen” (ureigener Spitzname der Ajacieden) im Klassiker gegen Feyenoord den gegnerischen Fans den Effenbergfinger gezeigt hatte.

Feyenoord – Ajax, das ist eine Begegnung, die – frei nach Rummenigge – „an Dramatik nicht mehr zu überschätzen” ist. Und so war die Atmosphäre auch dieses Mal gewohnt giftig.
Ajax gilt als jüdischer Club, viele Anhänger schmücken die Ränge mit Davidsternen. „Het legioen”, der harte Kern der Rotterdamer Fans, begrüßt den Lieblingsfeind traditionell mit „Hamas, Hamas, joden aan het gas!” Die Hauptstädter lassen sich nicht lumpen und schimpfen zurück: „Rotterdam – kankerstad, in de oorlog lag je plat!” = „Rotterdam – Krebs-/Scheißstadt, im Krieg warst du platt(bombardiert)”.
In der eredivisie geschieht es relativ häufig, dass der Schiedsrichter ein Spiel unterbricht, weil von den Rängen verletzende Sprechchöre zu vernehmen sind, am letzten Spieltag war das wieder bei zwei Begegnungen der Fall. Viele halten solche Unterbrechungen für verlorene Liebesmüh’. Die Frage ist: kann man Leuten, die grobe Sprache für natürlich und für ein Grundrecht halten, einen anderen Sprachgebrauch beibringen? Der Vorsitzende des „bond tegen het vloeken” schlägt vor, anstelle des blasphemischen „Godverdomme” solle man, wenn man sich erleichtern müsse (z.B. wenn Pantelic völlig frei aus drei Metern versemmelt) besser fluchen: „Rhododendron!”
Ausgelassene Feierstimmung auf Schalke!
Traurige Gesichter in Dortmund!
Fotos: Gerrit Starczewski – star-photo.de
Zwei Veranstaltungstipps für dieses Wochenende! Hingehen und Spaß haben!
Diesen Freitag, den 26. Februar, startet TORWORT ein großartiges Auswärtsspiel. Ab 20 Uhr sind sie zu Gast in Mönchengladbach und zwar im gladbach** (Stadion Gastro im Borussia-Park).
Die Gäste sind vom Feinsten! Dabei sind:
Max Eberl - Sportdirektor der Borussia und einer ihrer ganz großen Torjäger
Torsten Knippertz – Stadionsprecher der Borussia und TV-Moderator
Christian Spoo - Autor des Online-Fanzine www.seitenwahl.de
Sascha Theisen – Westwacht Aachen-Hooligan
Die „gute Seele” und Macher in allen Gassen, Sascha Theisen, würde sich freuen, wenn der ein oder andere von Euch den Weg in den Borussia-Park findet. „Die Lesung wird ganz ganz großer Sport!”, verspricht Theisen. Der Eintritt beträgt 8,- Euro, wenn Ihr im Trikot erscheint und Max Eberl nach alter Väter Sitte anfeuert, wenn er einen Text von Jorge Valdano liest.
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Buchpräsentation am Samstag, 27.2.2010: “Die Ewigkeit ist königsblau: Die besten Schalker Spieler aller Zeiten”

Am kommenden Samstag, 10.30 Uhr, am Morgen direkt nach dem Derby, wird der WAZ-Redakteur und (Schalker) Buchautor Jürgen Boebers-Süßmann im SFCV-Clubheim (Berni-Klodt-Weg 1 in Gelsenkirchen) den königsblauen Gästen exklusiv sein neues Buch: „Die Ewigkeit ist königsblau – Die besten Schalker Spieler aller Zeiten” vorstellen.
Darin hat er, wie der Titel schon vermuten lässt, die 27 wichtigsten Schalker Spieler-Legenden porträtiert: Genies wie Kuzorra, Kämpfer wie Rolf Rüssmann, Künstler wie Stan Libuda, Sympathieträger wie Gerald Asamoah. Sie alle schrieben Schalke-Geschichte, und ihre Biografien fügen sich in Boebers neuem Buch – unterstrichen durch eine chronologische Anordnung – zu einer ganz eigenen Vereinshistorie. Erlebt am Samstag selbst, wie seine glänzend geschriebenen Texte eigene Erinnerungen und subjektives Erleben durchziehen. Sie machen greifbar, warum genau diese Spieler von den Fans in den Schalker Olymp gehoben wurden.
Danke an Ingo B. für den Tipp!
Wir haben es nicht leicht. Während Schauspieler auf ihren Premierenpartys feucht-fröhliche Schneeballschlachten mit ihren Groupies feiern, Schlagersänger die wilden Weiber aus dem Möbelhaus direkt im Büro des Centermanagers vernaschen und Literaten mit einer ausgeprägten Vorliebe für Rotwein und Whiskey benebelt das Germanistik-Erstsemester-Frischfleisch umgarnen – sind wir Fußballkulturellen auf Wanderschaft meist von 100 % Männerschweiß mit Lederfetisch umgeben.
Ich erinnere mich an einen Abend vor ein paar Jahren in Dortmund. Philipp Köster und Jens Kirschneck waren mal wieder unterwegs, um das Volk auf höchst amüsante Art und Weise mit ihren Fußballergüssen zu unterhalten. Kollege Goosen und ich lauschten begeistert. In der Halbzeit unterhielten wir uns mit den beiden 11FREUNDEN kurz und knapp über die oben erwähnte “Problematik”. Müdes Lächeln allenthalben. “Mal wieder maximal 10 % Frauenanteil”, schätzte Köster mit geprüftem Blick in die dunkle Halle und irgendwer schob noch hinterher: “Da würde der Waldi die Hotelbar nicht für verlassen”!
10 Jahre und 100 Ausgaben gibt es das Magazin 11FREUNDE nun schon. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass es ohne das Engagement und Durchhaltevermögen der beiden Gründer Philipp Köster und Reinaldo Coddou (siehe oben; im Jahre 2004) auch meinen Beruf des “Fußballkulturschaffenden in Vollzeit” (1 LIVE) aller Voraussicht nach so nicht gegeben hätte. Dafür ein HERZLICHES DANKESCHÖN!
Heute wird in Berlin groß gefeiert (ab 21 Uhr im Astra Kulturhaus in Berlin). Zum vierten Geburtstag lud man ebenfalls zu einer kleinen Feier. Damals schrieb man: “Wie die Zeit vergeht: Die 11FREUNDE feiern 4. Geburtstag.
Gottlob verhält es sich mit Zeitschriften nicht wie mit Kleinkindern, sonst würden wir noch heute jeden Morgen von der Mutter in die Strumpfhose geschüttelt und in den Kindergarten geschleift. Stattdessen treffen wir uns zum 4. Geburtstag gesellig in der Kneipe und erzählen all die launigen Anekdoten der letzten vier Jahre noch einmal. Wie wir klein angefangen haben, mit nichts als einem Glückstaler in der Tasche, wie uns Rolf Töpperwien am Buffet in Dortmund das letzte Schnittchen weggeschnappt hat und wie uns Ulli Potofski einen netten Brief geschrieben hat. Alles getreu dem Motto ‘Sooo lang waren die Fische, die ihr damals gefangen habt’ (Jens Jeremies)”!
Ganz ehrlich, wir waren uns dort vor einigen Jahren in der Halbzeit in Dortmund schnell einig: Wer bei solch einem Programm, an solch einem Abend tatsächlich die “Fußballkultur-Groupies” vermisst, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Denn wie sagte der alte Haudegen Paul Ince schon so treffend: “Tackling ist viel schöner als Sex!” Genau: Und die Fußballkultur hat seit 10 Jahren, dank 11FREUNDE, endlich eine eigene, wunderschöne Spielwiese der Kicker-Leidenschaften!
Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten und ein laut geschmettertes “Glück auf” für die nächsten 100 Jahre/Hefte!
ACHTUNG: Wer eines von drei Magazinen der 100sten Ausgabe gewinnen möchte, gratuliert bis Samstag, 27.02.10, 24 Uhr, hier in den Kommentaren dem 11FREUNDE Magazin mit einem netten Gruß. Bitte eure E-Mail hinterlassen!.Viel Erfolg!
Aber Paul Breitner hat 1985 – Hauptgeschäft und Beschäftigung war damals seine Berufung als BILD-Kolumnist – nicht nur Werbung für Kinderspielzeug gemacht, nein, er hat auch den Film “Kunyonga – Mord in Afrika” (mit u.a. Ron Williams und Julia Kent) gedreht. Nach den riesigen Erfolgen von “Potato Fritz” (1976) und “Libero” (1973) bereits der dritte Hollywood-Klassiker des Mao-Erben Breitner!
Irgendwie hat man das Gefühl, dass die “RUHR.2010″ bereits wieder ein wenig in Vergessenheit geraten ist. Mal schauen, was die Leuchtturmprojekte (“Still-Leben-Ruhrschnellweg”) und der nahende Frühling noch rausreißen können. Ich bin ganz optimistisch, dass im Sommer noch einige Menschen unser schönes Ruhrgebiet besuchen werden (so waren erfreulicherweise auch die Rückmeldungen bei den bisherigen Tourterminen). Unterdessen werde ich nicht müde, mit viel Spaß an der Freude den Menschen außerhalb der Grenzen des Ruhrgebiets von unserem Welt-Kulturgut Fußball zu berichten. Unterhaltsame Abende in Köln, Wachtberg-Adendorf, Hamburg und Oberhausen stehen an. Und der VVK bzw. die Reservierungsmöglichkeiten sind gestartet. Auf recht bald!
04.03.10 – Köln: DEM FUSSBALL SEIN ZUHAUSE. Pöhlen, Pils und Pokale entlang der B1, gottes grüne wiese, Bismarckstraße 53, Köln, Beginn: 20h, Internet + VVK
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26.03.10 – Köln: DEM FUSSBALL SEIN ZUHAUSE. Pöhlen, Pils und Pokale entlang der B1, Drehwerk 1719, Töpferstr. 17-19, 53343 Wachtberg-Adendorf, Internet
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APRIL
14.04.10 – Hamburg: DEM FUSSBALL SEIN ZUHAUSE. Pöhlen, Pils und Pokale entlang der B1, Kulturhaus III&70, Schulterblatt 73, 20357 Hamburg, Internet
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21.05.10 – Oberhausen: DEM FUSSBALL SEIN ZUHAUSE. Pöhlen, Pils und Pokale entlang der B1, Druckluft e.V., Am Förderturm 27, 46049 Oberhausen, Internet
Jeder Spruch ein Treffer. Joachim Hopp, der ehemalige Spieler des MSV Duisburg, wusste auf jede Frage die passende Antwort! Und die war zumeist sehr, sehr amüsant. Danke, Joachim Hopp!
Über 3500 weitere Fußballsprüche gibt es in der runderneuerten dritten Auflage des Buchs: “Ein Tor würde dem Spiel gut tun. Das ultimative Buch der Fußball-Wahrheiten” (Ben Redelings)