Mal ein Leckerli für unseren Niederlande-Korrespondenten Moddin Meyer! ![]()
Mal ein Leckerli für unseren Niederlande-Korrespondenten Moddin Meyer! ![]()
Ab sofort berichtet unser Niederlande-Korrespondent Moddin Meyer (Rotterdam) in unregelmäßig-regelmäßigen Abständen aus dem Land des Käses, der Tulpen und der Cruyffs.
Die Deutschkenntnisse der Deichgrafen
Louis van Gaal spricht, neben seiner Muttersprache Niederländisch, fließend Englisch und Spanisch, sowie ungehemmt Pfaffiaans. Geradebrechtes Deutsch, aufs Geratewohl wörtlich aus dem Niederländischen übersetzt, wird auch „Pfaffiaans“ genannt. Mit seinem legendären Interview am Spielfeldrand hat der Belgier Jean-Marie Pfaff diesen Begriff geprägt. Louis van Gaal führt dessen Tradition fort und übersetzt „wir schlafen Löffel an Löffel“ und „der Tod oder die Gladiolen“.
Van Gaals Deutschlehrer, der sich die Gladiolen von unten anguckt, dürfte sich einmal kurz umgedreht haben, denn nun hat die Deutsche Sprachwelt seinen ehemaligen Schüler, diesen radebrechenden Rumpelstilblütenausleser zum „Sprachwahrer des Jahres 2009“ ernannt. Irgendwer muss da irgendetwas falsch verstanden haben…
Es ist nicht leicht, hier Deutschlehrer zu sein, wenn Schüler schreiben: „Deuts is de schlezte scheiB-fak von die heile wereld!“. Nur Mathematik und Geschichte sind ebenso unbeliebt: „Der Berlijn muur is aufgestich, gemakt für beschirmung der Belgiers“. (Hoffentlich hat Jean-Marie sich auch artig bei den Schirmherren bedankt.)
Ich sollte vielleicht erwähnen, dass schlechtes Deutsch zu sprechen fast als eine Art rückwirkender Widerstand gilt, ebenso wie deutschen Touristen den verkehrten Weg zu weisen. Man foppt den „Mof“, der bei laufendem Motor aus dickem Benz „Bahnhof!?“ blafft, und schickt ihn mit den Worten „Immer geradeaus!“ Richtung Landesgrenze.
Neben den Widerstandskämpfern und den Fußballern die immer geradeaus reden, gibt es aber noch den Bildungsbürger, der sehr gerne schwerwiegende deutsche Wörter in seine Rede einfließen lässt, so wie „salonfähig“ und „Schwalbe“. Dieser Bildungsniederländer hat soeben sein liebstes deutsches Fremdwort im Niederländischen gewählt: Fingerspitzengefühl.
Letzteres ging den Schalker Fans wohl ab, die im Feyenoord-Stadion, ausgerechnet am Rand der sogenannten „Brandgrenze von 1942“ sangen: „Es kommt die Zeit (hoho) in der das Wasser wieder steigt!“ (auf eine 3-Promille-Melodie der Toten Hosen).
Nein, Fingerspitzengefühl und Fußball gehen schlecht zusammen, das können sie gerne Jean-Marie Pfaff fragen, der ihnen dann vielleicht von den 27 Knochen der menschlichen Hand erzählen wird: „Mar ja, das ist fusbal.“
Sehr schöner Zusammenschnitt von legendären Aussetzern von Franz Beckenbauer während der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko. Der “kleine Mexikaner” war übrigens Journalist und hatte über außereheliche Frauenbesuche im deutschen Lager geschrieben. Wie man durch verschiedene Publikationen im Nachhinein weiß, wohl nicht ganz zu unrecht…
Ich sehe die Szene am Mainzer Bruchweg schon ganz klar vor meinem geistigen Auge. Immer wieder läuft Edu mit seinem muskelbepackten Oberkörper den Gang rauf und runter und hämmert seine Fäuste gegen die Türen im Kabinentrakt. Ausgelassen und fröhlich schreit er dabei: »Deutscher Meister! Ker, wir sind deutscher Meister. Mit zwei BOCHUMERN!!!« Und Lukas Schmitz rennt mit Tränen in den Augen auf Edu zu und fällt ihm jubelnd um den Hals…
Okay, ich muss zugeben, die Szene stimmte schon im Original 1993 in Bremen nicht ganz, als Thorsten Legat seinen Mitspieler Stefan Kohn als Bochumer Komparsen missbrauchte. Aber wie will man anders auf das königsblaue Wunder reagieren, das Felix Magath auf grotesk-humorvolle Art und Weise immer noch klein zu reden versteht.
Bei »Sky«, direkt im Anschluss an das Spiel, hätte er auch ohne Teebeutel zu knechten, weitschweifend übers Wetter dozieren können, als man ihn auf die deutsche Meisterschaft ansprach – und dem Schalker Trainer wäre niemand böse gewesen. Seine feine Ironie (»Wenn wir nen schönen Rasen haben, sieht man auch, dass wir ein bisschen Fußball spielen können«) ist momentan auch für Fußballfans anderer Couleur ansteckend. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich abseits der üblichen Rivalitäts-Folklore den deutschen Meister lieber aus dem Pott als von der Isar sehen würde – auch wenn ich dafür im übrigen Revier einen drüber kriege und weiß, wie überheblich einige Königsblaue mit der Meisterschale in der Hand auftreten werden.
Und ich hätte nie gedacht, dass ich dies einmal sagen würde, doch nachdem ich Kevin Kuranyis beeindruckende zwanzig Minuten nach der Pause im Pokalhalbfinale live bewundern durfte und Samstag die Art und Weise seiner zwei Tore in Leverkusen durchaus bemerkenswert fand: Der Mann gehört in die Nationalelf – ohne Wenn und Aber!
Vieles, was der altersweise und erfolgsverwöhnte Schalker Trainer richtig macht, würde man sich auch an anderer Stelle wünschen. Besonders seine Konsequenz im Handel (im Pokalhalbfinale einen Führungsspieler wie Rafinha aus disziplinarischen Gründen auf der Bank lassen; mit allen Nachteilen fürs eigene Team) und nicht wie vielerorts zu sehen, dieses windelweiche Agieren mit den üblichen Floskeln drum herum.
In Bochum beispielsweise leben die Spieler seit einigen Jahren in einer seltsamen Scheinwelt. Da darf der gestandene, langjährige VfL-Leader Christoph Dabrowski unwidersprochen folgenden Satz sagen: »Im Erfolgsfall scheint der Mensch etwas nachlässiger zu werden«. »Erfolgsfall«? Weil Bochum am 24. Spieltag 27 Punkte gesammelt hatte? Müssen wir VfL-Fans uns wirklich mittlerweile deutschlandweit den Arsch versohlen lassen, nur weil wir nicht demütig genug den dreimaligen Nichtabstieg unter Koller gefeiert haben? Lasst endlich dieses scheiß Negativdenken und das Gelaber von den wirtschaftlichen Möglichkeiten. Im Übrigen kenne ich nur Leute, die im »Erfolgsfall« gierig und nicht träge, müde und nachlässig werden. Aber das sind auch alles Menschen, die nachdem sie ihre Arbeit erledigt haben, am »Erfolg« gemessen werden und nicht darauf bauen dürfen, dass sie auch noch beklatscht werden, wenn sie mal Mist abgeliefert haben. Im Moment wünschen sich die Fans in Bochum einen Anker der Hoffnung – denn am Ende wollen wir schließlich im Revier alle gemeinsam was zu lachen haben.
Fotos: Gerrit Starczewski – star-photo.de
Text: Reviersport.de, 29.03.2010
Manfred “Manni” Breuckmann am 25.03.2010 im Bochumer RIFF anlässlich der Veranstaltung “Ben Redelings trifft…Legenden des Revierfußballs”. Dank an Henning Haake für die schönen Fotos!
Einfach nur herrlich, was der TORWORT-Gott und Erfinder, Sascha Theisen, da entdeckt hat im Netz. Groß!
Ein einziges Mal sind wir bei der diesjährigen Tourplanung ins Risiko gegangen. Freitag, 26.03.10, dachten wir, sollte es doch mit dem Teufel zugehen, wenn da der VfL Bochum spielen sollte. Falsch gedacht. Aber macht nichts. Denn aus der Not ist bereits eine Tugend geworden. Und so wird es am Freitagabend zu einer Premiere kommen: Live-Schaltungen ins Bochumer Ruhrstadion. Ich freu mich sehr auf Wachtberg-Adendorf und das dortige Publikum - und natürlich auch auf den kurzfristig hinzugekommenen Termin am 26.04.10 in Lübeck. Direkt davor geht es zu einem kleinen Abstecher nach Hamm. Die fantastischen Jungs von TORWORT haben gerufen und da zögert man natürlich nicht lange und packt seine Koffer!
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26.03.10 – Wachtberg-Adendorf: DEM FUSSBALL SEIN ZUHAUSE. Pöhlen, Pils und Pokale entlang der B1, Drehwerk 1719, Töpferstr. 17-19, 53343 Wachtberg-Adendorf, Internet
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APRIL
14.04.10 – Hamburg: DEM FUSSBALL SEIN ZUHAUSE. Pöhlen, Pils und Pokale entlang der B1, Kulturhaus III&70, Schulterblatt 73, 20357 Hamburg, Internet
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24.04.10 – Hamm: TORWORT mit Stefan Barta, Frederic Latz, Sascha Theisen und DJ Schnuphase aka Peter Schmitz, Presseforum Westfälischer Anzeiger (Gutenbergstraße 1), 20h, Infos, VKK: Westfälischer Anzeiger in Hamm
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26.04.10 – Lübeck: DEM FUSSBALL SEIN ZUHAUSE. Pöhlen, Pils und Pokale entlang der B1, Schuppen 6, An der Untertrave 47a, 23552 Lübeck, Beginn: 20h, Internet
Icke weiß nicht: Auch wenn das Ganze für einen guten Zweck war, ist das wirklich der Traum aller schwulen Männer, David Beckham (und seine Tattoos in voller Pracht) in einem Video mit Smithy nackt in der Badewanne und in diesen Posen zu sehen?
Einen Abend schwul und nackt für einen guten Zweck: David Beckham und Smithy im englischen Fernsehen “Sportrelief” (in Nebenrollen Kylie Minogue and Jason Donovan in Neighbour’s)