Via Zum Runden Leder: Kansas City Wizards gegen LA Galaxy
Via Zum Runden Leder: Kansas City Wizards gegen LA Galaxy
Unglaublich, was sich zur Zeit beim VfL Bochum abspielt. Der erst im Oktober verpflichtete Trainer Heiko Herrlich ist nach Informationen des Reviersport heute entlassen worden. Wahrscheinlich führten die in der BILD-Zeitung beschriebenen Eskalationen in der Kabine und auf dem Platz zu seiner Entlassung. Wer wird nun die Mannschaft bei den Bayern in München übernehmen? Macht es – der bei der Mannschaft wohl angesehene – ehemalige VfL-Profi Dariusz Wosz?
Kaum zu glauben, dass dieses Video mit Heiko Herrlich erst knapp sechs Monate her ist:
Frank Benatelli hat seine gute Laune mit hoch auf die Bühne gerettet. Schamvoll gesteht er, dass er damals bei der Wahl des Geburtsorts für die Kinder seiner Frau unterlegen gewesen ist. Statt in Bochum sind beide in Witten zur Welt gekommen. Für ihn als Ur-Bochumer ist das natürlich eine nie verheilte und immer noch schmerzende Wunde: „Das ist wie ein Schlag ins Gesicht. Aber meine Frau ist Erzieherin und so ein bisschen anthroposophisch angehaucht. Die Kinder sind auch zur Waldorf-Schule gegangen. Die können mittlerweile ihren eigenen Namen tanzen. Wahnsinn! Aber, und da bin ich stolz drauf, die haben den Fußball vom Vatta geerbt. Die spielen beide. Und nicht gerade schlecht!“
In der zweiten Reihe wippt ein Fan im VfL-Trikot aufgeregt hin und her. Ganz wie in der Schule hebt er seinen rechten Arm und schnippst mit dem Finger. Wir schauen alle drei gleichzeitig zu ihm herunter: „Na, dann mal los!“
„Herr Benatelli, Sie waren ja bei unserem einzigen Sieg bei den Bayern nicht nur dabei, sondern haben doch bestimmt noch Ihr Tor im Kopf, oder?“
Frank Benatelli strahlt: „Ja, gut, sicherlich, hat man die Szene noch vor Augen. Mittwochabend. 20.000 Zuschauer im Olympiastadion. 81. Minute. Wir führen bereits durch ein Tor von Heiko Bonan mit 1:0. Der Ball kommt ca. 20 Meter vor dem Kasten zur mir rübergerollt. Ich zieh knallhart ab, und Raimond Aumann im Tor der Bayern hat keine Chance. Drin isser!“ Der Ball rauscht vor unserem inneren Auge noch einmal vorbei und landet mit einem satten Geräusch klatschend in den Maschen des Olympiastadions. Tosender Beifall brandet auf. Das Publikum schwenkt voller Erinnerungen sehnsüchtig die mitgebrachten Schals und Fähnchen. Mitten in den Applaus hinein ruft Benatelli lachend: „War allerdings auch kein großes Ding, dass wir das Spiel gewonnen haben. Unser Trainer war ja damals der Anzugträger und Weltmeister-Assistent von 1990, Holger Osieck. Und da ist sein Freund, der Franz Beckenbauer, vor dem Spiel in unsere Kabine gekommen und hat gemeint: ‚Immer nur schön über links spielen. Da steht der Ziege, der kann nichts.’ Und was soll ich sagen: Das haben wir dann auch ganz genau so gemacht!“
Ausschnitt aus dem Buch: Fußball ist nicht das Wichtigste im Leben – es ist das Einzige
Das Video “Hinnerk ist schwul – SV Büdelsbüttel 00 – Sportclub – NDR” wurde mir von Tommy F. geschickt. Danke!
Jede Woche eine Fußball-Weisheit (Zitate, Sprüche). Ja, so soll es sein!
Olaf Thon nach dem Spiel gegen die U23 vom MSV Duisburg (1:1) in der Pressekonferenz:
Olaf Thon: “Eine Taube macht noch keinen Sommer.”
Stefan Berger (Pressesprecher VfB Hüls): “Das heißt Schwalbe.”
Olaf Thon: “Hier im Ruhrgebiet hat man Tauben, da gibt es keine Schwalben.”
Über 3500 weitere Fußballsprüche gibt es in der runderneuerten dritten Auflage des Buchs: “Ein Tor würde dem Spiel gut tun. Das ultimative Buch der Fußball-Wahrheiten” (Ben Redelings)
Danke an Dominik B. für den Tipp!
Ab sofort berichtet unser Niederlande-Korrespondent Moddin Meyer (Rotterdam) in unregelmäßig-regelmäßigen Abständen aus dem Land des Käses, der Tulpen und der Cruyffs.
Salonfähiges Schmieren?
Diesen Sonntag findet das erste von zwei Pokalendspielen zwischen Ajax und Feyenoord statt. Am vergangenen Freitag hat der KNVB überraschend beschlossen, den KNVB-beker in zwei Spielen, in Amsterdam und Rotterdam auszutragen. Austragungsort des Finales ist eigentlich ausschließlich der Rotterdamer „Kuip“. Die Bürgermeister von A’dam und R’dam hatten bereits letztes Jahr beschlossen, Begegnungen zwischen Ajax und Feyenoord bis 2014 ohne Gästefans stattfinden zu lassen. Für das Pokalfinale hatte man sich zunächst auf eine Ausnahmeregelung verständigt.
Nun aber hatten vor allem Ajax’ Fans die Stimmung im Vorfeld stark angeheizt und den 25. April zum „Bloody Sunday“ erklärt, an dem man die zweite Stadt des Landes ein zweites Mal dem Erdboden gleich machen werde. Politik und Polizei fürchteten um die Sicherheit der Sicherheit, bzw. befanden die nötigen 1 Million € belasting-centjes (Steuergelder) für einen zu hohen Preis. Für den KNVB zahlt sich das doppelte Finale kräftig aus, denn anstelle einmalig 25.000 Karten (Risikospiel mit begrenztem Kontingent) zu verkaufen, kann man nun insgesamt 100.000 (nur Heimfans) an den Mann bringen. Holländischer Geschäftssinn oder das Unvermögen, ein Pokalfinale über die Bühne zu bringen? Die Chancen für eine WM 2018 in den Niederlanden und Belgien seien nunmehr dahin, spotten manche. Viele Feyenoord Fans schäumen, 150 von ihnen stürmten das Training ihrer Mannschaft und forderten diese auf, die bevorstehende Liga-Begegnung gegen Twente Enschede absichtlich zu verlieren, um zu verhindern, dass das verhasste Ajax Meister wird…
…nach dem 2:0 gegen Feyenoord liegt Twente vor dem letzten Spieltag (zwischen den beiden Pokalfinals) einen Punkt vor Ajax, gilt aber nicht unbedingt als Favorit, weil es nach Breda reisen muss: für NAC geht es noch um die Teilnahme am internationalen Geschäft. Ajax-Trainer Martin Jol dachte laut darüber nach, die Bredanaars zusätzlich mit einer Prämie zu motivieren. Ein dicker Scheck von „Shrek“ im Falle eines NEC-Sieges? Der KNVB erklärte, dass dies nicht illegal wäre.
Der schöne Mammon spielte wohl auch eine gewichtige Rolle im Falle des doppelten Dickchens (siehe: Post uit NL 9): Nach nur rund 6 Monaten löst Dick Advocaat seinen Vertrag (bis Sommer 2012) mit dem belgischen Fußballbund auf. In Russland wird er deutlich mehr verdienen. „Wenn der Frühling kommt…“ rollen Rubel, werden Würfel fallen – hoffentlich mit der Honigseite nach oben, und hoffentlich ganz ohne Randale!
Interessanter Bericht auf den Seiten von BILDblog.de zur Pressekonferenz mit Heiko Herrlich und seinem so betitelten “Rundumschlag”. Hier geht es zum gesamten Text –> Heiko Herrlichs stolze Kinder
——————————–
Und wer den BILDblog noch nicht kennt!
Heute wird einer der prägenden ZDF-Sportmänner fünfundsiebzig Jahre jung. Alles Liebe und einen herzlichen Glückwunsch von dieser Stelle an Dieter Kürten und eine der schönsten Pannen-Sendungen der Aktuelle-Sportstudio-Geschichte als Jubiläumsvideo. Leider nur direkt auf youtube zu sehen ->> Dieter Kürten, Rolf Töpperwien und der verschwundene Wolf-Dieter Poschmann!
———————————–
Und ein paar Zitate und Sprüche von Dieter Kürten:
Die Stadt ist schwarz voller Menschen in orange.
Gerade hat der Stadionlautsprecher gesagt…
Ein „bombensicheresMittelfeld“ – ist mir eben rausgerutscht. Ich möchte das gerne streichen und korrigieren auf „baumstarkesMittelfeld“. (kurz nach dem 11. September 2001)
Über 3500 weitere Fußballsprüche gibt es in der runderneuerten dritten Auflage des Buchs: “Ein Tor würde dem Spiel gut tun. Das ultimative Buch der Fußball-Wahrheiten” (Ben Redelings)
Wenn unsere Freunde von TORWORT rufen, stehen wir stets parat. Nun hat sich die Crew um Teamchef Sascha Theisen wieder etwas Besonderes ausgedacht. Hier die Infos und – Texte einsenden!
Presseinfo TORWORT: “Wo warst Du als Klaus Fischer per Fallrückzieher 1982 gegen Frankreich ausglich? Wo als Fran Rijkaard Rudi Völler in die Locken spuckte? Oder hat Dein Opa Zeit seines Lebens die Abende mit dem „Wunder von Bern“ gefüllt? Fußball-Weltmeisterschaften haben den Stoff für die ganz großen Geschichten! Jetzt ist die Zeit, diese Geschichten zu erzählen! Am 20. Mai hast Du die Gelegenheit dazu – bei der großen TORWORT WM-Lesung in der Hammond Bar im Kölner Süden (Kartenvorverkauf übrigens ab sofort unter tor@torwort.de).
Gemeinsam mit der Hammond Bar suchen wir die besten WM-Geschichten und rufen den großen TORWORT-WM-Wettbewerb aus. Geht ganz einfach: Schreibe Deine ganz persönliche WM-Geschichte auf – einzige Einschränkung: Du musst Dich auf maximal 550 Wörter beschränken. Wie immer bei TORWORT gilt das alte Swingerclub-Motto: Nichts muss, alles kann, vieles geht! Das heißt: Ihr dürft so ziemlich alles erzählen, nur eine Weltmeisterschaft muss eine Rolle spielen – entweder am Rand der Geschichte oder in deren Zentrum. Das liegt ganz alleine bei Euch.
Und natürlich sollt Ihr auch etwas dafür bekommen: Wir suchen aus allen Einsendungen die drei besten Geschichten aus, die dann bei TORWORT in der Hammond Bar am 20. Mai live und in Farbe vorgelesen werden. Außerdem warten auf die drei Gewinner großartige Preise – unter anderem ein Deutschland-Trikot mit kongenialer Podolski-Beflockung.
Doch damit nicht genug: Die besten Geschichten werden mit Unterstützung des grandiosen Kölner Hochschulradios Köln Campus (www.koelncampus.com) aufgenommen und während der WM in deren Programm gesendet.
Gründe genug mitzumachen! Schickt daher Eure Geschichte bis spätestens zum 10. Mai an tor@torwort.de Wir freuen uns schon wie wahnsinnig auf die Lektüre!”