Eine der bewegendsten Geschichten des Fußballs hat Christoph Biermann in eine äußerst berührende Fußball-Erzählung gefasst. Die Story „Die Tränen des Torjägers“ handelt vom argentinischen Ausnahme-Stürmer Batistuta, der nach über acht Jahren treuer Verbundenheit zu seinem ersten Klub in der italienischen Liga, AC Florenz, zum Rivalen AS Rom wechselt: “Vor der ersten Begegnung seines neuen gegen seinen alten Klub kündigte er an, einen Treffer nicht bejubeln zu wollen. Doch es sollte noch anders kommen am Abend des Spiels, vor dem ihm beide Lager der Fans stürmisch applaudierten. Gabriel Batistuta schoss ein Tor. Aus 25 Metern, die Entscheidung des Spiels. Und er jubelte wirklich nicht. Er brach in Tränen aus. ‚Ich wusste, wie enttäuscht die Fans nach Florenz zurückreisen würden’, sagte er hinterher. In diesem wunderbaren Moment fiel alles an seinen Platz. Licht war in die Dunkelheit gefallen, Raffgier und Zynismus zerschmettert. Und das entheiligte Spiel für diesen Augenblick wieder ganz rein. Als er Florenz verließ, hatte Batistuta geschrieben: ‚Ich möchte, dass die Leute mich nicht nur wegen meiner Tore, sondern als Menschen in Erinnerung behalten.’ Als er zum ersten Mal auf seinen alten Klub traf, hat er das eingelöst.”
Biermann, Christoph: Göttingen: Meine Tage als Spitzenreiter. Letzte Wahrheiten über Fußball, Verlag Die Werkstatt 2004











Beim VfL-Anhang und Sestak ist es gerade genau umgekehrt…