POST uit NL …’vom niederländischen Tellerrand’ – Orangene Orgien!

Veröffentlicht am: 9. Juni 2010 | Kategorie(n): POST uit NL

post-uit-nederland-3

Seit einiger Zeit berichtet unser Niederlande-Korrespondent Moddin Meyer (Rotterdam) in unregelmäßig-regelmäßigen Abständen schon aus dem Land des Käses, der Tulpen und der Cruyffs.

———————–

Seks ‘n Voetbal

Die Niederländer staunten nicht schlecht, als ausgerechnet der stets leise lispelnde Fred Rutten am Ende der Saison feststellte: „Wir waren nicht geil genug aufs Tor.“ Das Wort „geil“ hat im Niederländischen nämlich noch stets ausschließlich die biologische Bedeutung „geschlechtlich erregt, brünstig.“ Nun hat der ehemalige Schalke-Trainer also diesen neuen Gebrauch importiert und in die Sprache des Nachbarn eingeführt. Apropos eingeführt:

Gib Gummi!

Torwart-Titan Oliver Kahn musste sich eine Zeit lang mit Bananen bewerfen lassen. Kinkerlitzchen! ADO Den Haag Keeper Stefan Postma flogen in gegnerischen Stadien Dildos um die Ohren, weil er sich von seiner Freundin mit einem Umschnalldildo hatte begatten und obendrein auch noch dabei filmen lassen. Aber die Holländer sind ja traditionell vor allem vorne vom Feinsten bestückt und finden es nicht so wichtig, hinten alles dicht zu machen.

Noch einmal Oliver Kahn, denn wie sagte der Managermotivator so nachhaltig: „Eier, wir brauchen Eier!“ Im Niederländischen heißen jene Eier, die Kahn & Co. mit der Extra-Portion Testosteron versorgen, sinnigerweise „ballen“, und sie überrollen den Sprachgebrauch, auch da, wo naturgemäß gar keine Bälle rollen:

Sven Kramer, der Eisschnellläufer, läuft sich laut Kommentator „die Bälle aus der Hose“, und Geert Wilders, der Rechtspopulist, verlangt, „dass der Premier Bälle zeigt!“

Unser Nachbar scheint in allen Lebenslagen spitz wie Lumpi: „Wat zullen we drinken, zeven dagen lang?“ fragen Niederländer auf die Melodie eines bretonischen Trinkliedes und antworten gleich selbst: „Wij drinken samen, zeven dagen lang!“ und dann prosten sie einander mit einem Glas „Wieckse Witbier“ zu.

Die Sportflecken des Schmachtfetzensängers

Unser alter Bekannter („Rosen für Mamatschi”, o.a.: Post uit NL 11) Jantje Smit posiert in orangener Unterhose und fordert „Zeig dein Band mit Oranje!“, während Nationalspieler Wesley Sneijder seiner Ex-Freundin gerade ein Kind gemacht hat. Es wird wohl ein Junge, und der soll dann, gemäß der Sneijderschen Familientradition, einen Namen erhalten, der auf „y“ endet. Experten halten „Disney“ für durchaus möglich. Ich möchte an dieser Stelle jedoch „Roxxxy“ vorschlagen – so heißt der welterste Sexroboter, der nebenbei noch (oder hinterher) über Fußball reden kann.

Weitere Beiträge

Hinterlasse einen Kommentar

Folgende Tags können genutzt werden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <blockquote cite=""> <code> <em> <strong>