POST uit NL …’vom niederländischen Tellerrand’ – FIFA vs. Bier Babes!

Veröffentlicht am: 21. Juni 2010 | Kategorie(n): POST uit NL

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Seit einiger Zeit berichtet unser Niederlande-Korrespondent Moddin Meyer (Rotterdam) in unregelmäßig-regelmäßigen Abständen schon aus dem Land des Käses, der Tulpen und der Cruyffs.

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Vom Coup der guten Werbung

Die Niederlande und Südafrika verbindet Afrikaans – das ist die drittgrößte von elf offiziellen Sprachen des WM-Gastgebers und ein verwirrter Verwandter des Niederländischen. Auf Afrikaans heißt der Computer „blikbrein“ (Blechhirn) und die U-Bahn „moltrein“ (Maulwurfszug). „Sal ek jou vuvuzela instem?“ (Soll ich deine Vuvuzela stimmen?), „Jammer Duitsland, alles is verby!“ (…)

Die Fußballfans beider Länder können sich also leicht verständigen. Was sie weiter verbindet ist eine Leidenschaft für aberwitzige Fanverkleidungen. Die „pletterpet“ (Quetschkappe) trägt man anno 2010 am Kap der guten Hoffnung ebenso wie an den Grachten von Amsterdam. Leider dürfen die von Heineken massenhaft unter das Volk gebrachten Pletterpetten nicht mit hinein in die von Budweiser gesponserten FIFA-Stadien und bleiben in großen Haufen vor den Spielstätten liegen.

Die Bierbrauer von Bavaria aus Brabant haben sich da ein wenig cleverer und/oder unverfrorener angestellt: sie wählten den Weg des Guerilla-Marketings und schickten 36 appetitliche Damen zu der Begegnung Niederlande-Dänemark. Die drei Dutzend Augenweiden waren zunächst als dänische Fans getarnt, doch auf den Rängen zogen sie sich dann aus… bis auf den großzügig geschnittenen „Dutch Dress“ von Bavaria. Der vermeintliche „Flash Mob“ wurde nach dem Spiel verhaftet, zwei der Bavaria Babes, die man als Rädelsführerinnen ausgemacht haben will, werden sich noch vor Gericht verantworten müssen, ihnen drohen sechs Monate Haft.

Niederländische Autoritäten ließen als Reaktion auf diese besondere FIFA-Gesetzgebung in Südafrika wissen, dass man dem Weltverband im Rahmen der WM Kandidatur 2018 keinerlei juristische Befugnisse einräumen werde. Manche sehen die Chancen der Kandidatur damit bereits geschwunden. Das Pikante an der „Guerilla-Attacke“ in Johannesburg und dem Vergeltungsschlag des Imperiums ist, dass sich auf den orangefarbenen Kleidchen keinerlei Hinweis auf Bavaria Bier findet.

Sieht man einmal von dem Straftatbestand der schweren Schleichwerbung ab, sind die Kleidchen bei weitem nicht so sexy wie uns Bavaria weismachen möchte. Aber vielleicht gibt es ja zur EM in Polen und der Ukraine orangene „amperbroekkies“ (Kaumhöschen = Stringtangas), dann erst wird man beurteilen können, ob es sich bei den „smakelijken“ Entkleidungsmädchen auch wirklich um „prikkelpoppies“ (Pin-Up Girls) handelt.

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1 Kommentar

1. Ostkurvenmattes | 21. Juni 2010 um 13:21:01

“prikkelpoppies“
Das Niederländische hat was wunderbar Klares. Pinup, damit kannste doch nix anfangen, aber prickelnd und poppies, das beschreibt ja Gefühle direkt mit!! :D
Prima Moddin, weitermachen!

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