TV-Tipp: Ansgar Brinkmann mit seinem Fussballbuch ‘Der weisse Brasilianer’ bei 3 nach 9 im Fernsehen (Radio Bremen)!

Veröffentlicht am: 10. Juni 2011 | Kategorie(n): Fußball-Bücher

Heute Abend, 10. Juni 2011, ist Ansgar Brinkmann mit seinem Fußballbuch “Der weiße Brasilianer” zu Gast in der Talkshow von Radio Bremen “3 nach 9″. Los geht es um 22 Uhr. Sicher ein TV-Tipp – bei Brinkmanns Qualitäten. Von diesen konnten sich im Januar 2011 auch schon die Scudetto-Gäste im Bochumer Riff überzeugen. Der Abend hat es natürlich auch ins neue Buch “Freunde der Südsee. Meine Spielzeit” geschafft. Hier eine kleine Leseprobe. Das Kapitel ist mit “Wo ist der Deinhard?” überschrieben!

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Mit Hochachtung sprach der vielgereiste Fußballstar von seinem ersten Profi-Trainer. Dem »knallharten Hund« Rolf Schafstall habe er nicht nur seinen Künstlernamen »Der weiße Brasilianer« zu verdanken, berichtete Brinkmann, sondern auch die rigorose und schnelle Kurz-Einführung in ein paar wesentliche Spielregeln des Fußball-Geschäfts. Er erzählte, wie eines Abends gegen 22 Uhr Rolf Schafstall überraschend bei ihm zu Hause anrief. Damals war er ein junger Wilder von gerade einmal 18, 19 Jahren. Brinkmann erzählte, dass sich der Fußballlehrer nur erkundigen wollte, ob er denn die Nachtruhe auch tatsächlich einhalte. »Klar, Trainer, ich bin gerade auf dem Weg ins Bett. Hab schon den Schlafanzug an!«

Um 23 Uhr hätte das Telefon dann erneut geklingelt. Brinkmann erinnerte sich: »Das habe ich Gott sei Dank gerade noch so gehört. Ich hatte schon die Türklinke in der Hand!« Der letzte Anruf erfolgte schließlich um Mitternacht. Doch da hatte die talentierte Nachwuchshoffnung des VfL Osnabrück bereits klein beigegeben und sich ins Bett gelegt.

Als Brinkmann etwas gerädert am nächsten Morgen zum Training kam, erkundigte er sich als erstes bei seinen Mitspielern, ob der Coach denn auch bei all den anderen des Nachts noch durchgeklingelt habe. Doch der weiße Brasilianer erntete nur ein müdes Kopfschütteln aus lächelnden Gesichtern. »Bei keinem einzigen von denen hatte sich der Trainer gemeldet. Da wusste ich gleich, der hat ein ganz feines Näschen für seine Schäflein …«

Und noch etwas hatte es Brinkmann bei Rolf Schafstall angetan. Ehrfürchtig erzählte er von den »stahlblauen Augen« seines damaligen Trainers: »Da haste lieber weggeguckt, wenn der dich fixiert hat!« Doch der harte Hund konnte auch weinen. Eines Tages wischte sich Schafstall vor versammelter Mannschaft die Tränen aus dem Gesicht. Tief getroffen hatte er seinem Team beichten müssen, dass er wieder einmal von der Polizei bei einer seiner alkoholisierten Fahrten erwischt worden war. Leise stammelte Schafstall vor sich hin, er wüsste gar nicht, wie das passieren konnte. Das Vorbild wankte, doch Brinkmann beeindruckten die Tränen weitaus mehr als das Fehlverhalten seines Trainers.

»Wenn der in der Kabine was gesagt hat, bist du mit dem Kopf runter gegangen. Ja nicht angucken, ja nicht angesprochen werden.« Eine Anekdote aus diesen Tagen zeigt, wie schlagfertig Schafstall sein konnte: »Als wir mit Osnabrück mal schnell 2:0 führten, hat die Mannschaft aufgehört zu kämpfen und Pele Wollitz und ich haben uns gedacht, alles Weitere lösen wir hier mal schön locker spielerisch.«

Und so stand es zur Halbzeit plötzlich 2:2. Schafstall war außer sich, fuchsteufelswild. In der Kabine faltete er Wollitz nach allen Regeln der Kunst zusammen. »Peeeele, Peeeeele«, rief der Trainer, »ab sofort heißt du wieder Claus-Dieter!«

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Eine Leseprobe aus dem Buch “Freunde der Südsee. Meine Spielzeit” von Ben Redelings! Das Video zu dem Abend.

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