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Nach den Ereignissen von Bielefeld rückten in den letzten Tagen die Bochumer “Ultras” in den Mittelpunkt des Interesses. Anscheinend nicht ganz zu Unrecht, wie auf der Webseite der UB vermerkt ist: “Da einer der Verdächtigen aus unserem Kreis zu stammen scheint…”.
Mir persönlich ist bereits bei der Banneraktion gegen Dortmund das “Austicken” eines der organisierten Bannerhalter unterm Dach mehr als negativ aufgefallen. Völlig außer Kontrolle geraten, boxte sich dieser junge Mann durch die enge Menschenmenge, als das Banner wieder herunter gelassen wurde. Dass auf diesem Wege nicht mehr passiert ist, ist nur der äußerst bedächtigen Reaktion aller Umstehenden zu verdanken.
Nun haben die Ultras in ihrer Erklärung auch folgendes verkündet: “Wir ULTRAS BOCHUM sind uns über die große Verantwortung gegenüber der Ostkurve Bochum im Klaren und werden in Zukunft versuchen so auf die Kurve einzuwirken, dass solche Szenen nicht wieder vorkommen.”
Ein durchaus sinnvolles Schlusswort, schaut man sich aber noch einmal genauer den Flyer zum Spiel in Bielefeld an, dann fallen einem Sätze wie dieser auf: 
Erst einmal muss man feststellen, dass sich offensichtlich eine Verschiebung der wahrnehmbaren Verhältnisse in einem Stadion durch die Ultras in den letzten Jahren ergeben haben muss. Doch sie sollten endlich begreifen, dass nicht sie es sind, die bei einem Fußballspiel im Mittelpunkt stehen. Einen AUFTRITT haben in einem Stadion nur die Spieler!
Und zweitens: Wenn man jungen Menschen in einem Flyer einen Satz wie “die Alm in Grund und Boden stampfen” vorsetzt, dann erwartet man schon sehr viel von diesen Leuten. Nämlich dass sie möglicherweise alkoholisiert und potentiell im Rahmen eines Fußballspiels auch agressiv gestimmt, ihre Aktionen und Reaktionen jederzeit unter Kontrolle haben.
Ich bin ehrlich: Die Entwicklungen der letzten Jahren machen mir Angst. Wie meine Position zu diesem Thema ist, habe ich zusammen mit Martin Brand in unserem Film “Wem gehört das Spiel?” zum Ausdruck gebracht. Unsere prognostizierten Schreckensszenarien scheinen leider auf allen Ebenen Realität zu werden…
Tja, da kann man schon einmal ein bisschen wehmütig werden, lieber Oliver Kahn. Die Spiele mit dem FC Bayern München rinnen dahin und dann ist irgendwann und plötzlich Schluss. Also, immer weiter genießen…!
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Es scheint alles gesagt. Vorerst. Kuntz geht, Altegoer bleibt. Und wer am Ende wieder einmal die Verlierer sind, steht auch fest: Die Fans!
Es bleibt zu hoffen, dass in den nächsten Tagen noch einiges mehr passiert, als nur die Verkündung des Wechsels von Kuntz nach Lautern. Die Frage nach dem WARUM hat den FANS nämlich der VfL Bochum noch immer nicht beantwortet. Und langsam steht das Wasser dem Verein bis an den Hals (auch wenn dies niemand im Moment so recht sehen will)…
Und für die, die dem Argument “kein Teamplayer” Beachtung schenken sollten, sei dieses SZ-Interview aus dem Sommer nahegelegt: “Ich sehe das Einkaufen nicht als das Nonplusultra meines Jobs. Das ist auch keine One-Man-Show, bei jedem Transfer bin ich in Kontakt mit Werner Altegoer, meinem Kollegen Ansgar Schwenken und unserem Cheftrainer. Und wir müssen alle von den Qualitäten des Spielers überzeugt sein. Das kann sowieso nur mit der Hilfe des ganzen Vereins gelingen.” Ganzer Text!
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