Halbzeitpause im Gedenken an Hans-Joachim Rauschenbach: Burgsmüller und Rauschenbach – 
Doppelpass mit Frau!

Veröffentlicht am: 17. Dezember 2010 | Kategorie(n): Rückpass: Fußball-Nostalgie

In einem TV-Studio in den achtziger Jahren. Moderator Hans-Joachim Rauschenbach steht umringt von einer Horde Kinder in gelb-schwarzer Kluft vor einem überdimensionalen Ball und einem Fernsehschirm. Auf diesem ist der junge Stürmer Manfred Burgsmüller zu sehen.

Rauschenbach (ans Publikum): »Wir haben ihn nicht hier im Studio, das hat nicht geklappt in Köln. Aber er hat es geschafft nach Dortmund zu kommen, ins Dortmunder Studio. Herzlichen Glückwunsch, Manfred Burgsmüller.« Burgsmüller: »Ja, Danke!« R.: »Das ist das 111. Tor des Monats. Sie haben es zum zweiten Male – gewissermaßen – gewonnen; das ist eine Schnapszahl. Was halten Sie von Schnaps?« B.: »Och, relativ wenig.« R. (schnippisch): »Ja, es wäre gut, wenn wir den Ton hier unten auch hören könnten. Wissen Sie, Herr Burgsmüller, wie viele Tore Sie in der Bundesliga geschossen haben?« B.: »Nein, das kann ich im Moment gar nicht sagen. Ich glaube, knapp über hundert.« R.: »Ja. Also, ich habe es nicht gehört hier drinnen. Ich hoffe, Sie zu Hause haben es gehört.«

R. (ein wenig später): »Was haben Sie heute an einem freien Tage bisher gemacht, Herr Burgsmüller?« B.: »Ja, ich habe heute Morgen etwas länger geschlafen und bin dann heute Mittag nach Kassel gefahren, da hatte ich eine Autogrammstunde, und auf dem Rückweg bin ich auch auf der Autobahn stecken geblieben und bin also nur bis Dortmund gekommen.« R.: »Ja. Jetzt wollen wir einmal weiter ziehen. Wir haben noch die drei Hauptgewinner zu ziehen. Und zwar die, von denen – (Anweisung an die Jungen im Studio) zieht mal rein, jeder eine Karte – die das richtige Tor gewählt haben, gewinnen dreimal zwei Eintrittskarten plus Reisespesen. (Doch es waren nur zwei Reisen; die drei Gezogenen sollen sich melden; die zwei Schnellsten gewinnen) Sie können der Parole mal widersprechen, dass das Fernsehen das einzige Schlafmittel sei, das man mit dem Auge einnimmt. Sie können zeigen, dass Sie munter sind. Auf die Plätze, fertig – los. (Es wird eine Nummer eingeblendet; natürlich ruft jetzt halb Deutschland an) Aha, wen haben wir dran?« Telefon: »Mein Name ist Lensenad.« R.: »Von wo rufen Sie denn an?« T.: »Ich rufe aus Porz an.« R.: »Wie heißen Sie?« T.: »Len-se-nad.« R.: »Der hat doch gar nicht gewonnen!« T.: »Ich habe nicht gewonnen?« R.: »Rolf Illing, Udo Kurnod, Hans-Georg Junge aus Hamburg. Sie sind es nicht. Sie waren schnell, sind aber kein Gewinner.«

R. (an Burgsmüller): »Was machen Sie heute Abend?« B.: »Ich werde heute Abend zu Hause sein und ein bissel Fernsehen.« R.: »Ja, spielen Sie ein bisschen Doppelpass mit Ihrer Frau. Dabei kann man auch wichtige Pluspunkte gewinnen.«

Ein Auszug aus dem Buch “Halbzeitpause: Die Fußball-Klolektüre” –> Infos

Jubiläum: Vor 35 Jahren hat Schiedsrichter Wolf-Dieter Ahlenfelder im Bremer Weserstadion nach 32 Minuten zur Halbzeit gepfiffen!

Veröffentlicht am: 7. November 2010 | Kategorie(n): Rückpass: Fußball-Nostalgie

Häufig drüber berichtet, viel drüber erzählt. Jetzt jährt sich dieses spektakuläre Stück Bundesliga-Geschichte zum fünfunddreizigsten Mal. Wer nicht weiß, um wen und was es sich handelt: Wir schreiben Samstag, den 08. November des Jahres 1975. Es ist der 13. Spieltag der Saison 75/76 und der SV Werder Bremen tritt zu Hause gegen Hannover 96 an. Die Begegnung im Bremer Weserstadion endet wenig aufregend 0:0. Doch ein Mann wird trotz alledem für alle Zeiten berühmt. Die Schiedsrichter-Legende Wolf-Dieter Ahlenfelder aus Oberhausen. Alles weitere kann man...

…hier nachlesen: Der Blaue an der Flöte!

oder hier: Ahli, du bist der Schönste!

oder auch hier im Video “Der 30-Minuten-Schiedsrichter” anschauen! Danke, lieber Wolf-Dieter Ahlenfelder, und viele Grüße!!!

Ernst Huberty berichtet aus einer vergangenen Zeit: Als die Hertha-Fans einen Intercity-Zug in Brand steckten!

Veröffentlicht am: 18. Oktober 2010 | Kategorie(n): Rückpass: Fußball-Nostalgie

Die erste Minute ist die entscheidende. Kann man fast nicht glauben, was man da von Ernst Huberty hört!

Wembley 2010: Die WM 2010 bringt die Revanche für das Finale in England 1966!

Veröffentlicht am: 27. Juni 2010 | Kategorie(n): Rückpass: Fußball-Nostalgie

Es tut mir Leid, liebes Mutterland des Fußballs, aber als Fußball-Nostalgiker war das die passende Revanche für das WM-Endspiel 1966! Ach, lieber Marcel Reif, was für ein Tor hast du da gesehen? Ein Wembley-Tor? Das zählt mal und mal nicht…

Und ein Video in Farbe vom berühmten Wembley-Tor bei der WM 1966 in England!

Herzlichen Glückwunsch, lieber Arnd Zeigler, zu 100 Mal -Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs- im WDR-Fernsehen!

Veröffentlicht am: 10. April 2010 | Kategorie(n): Rückpass: Fußball-Nostalgie

Mensch, lieber Arnd, es ist kaum zu glauben, dass dieses Video vor deiner ersten Sendung “Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs” im Sommer 2007 entstanden ist – also fast drei Jahre ist das mittlerweile her! Von Kollege zu Kollege kann ich dir nur danken, dass du diese Art der Fußballkultur im Fernsehen etabliert hast. Also, weiter so und denk immer daran: Auch Klausi Beimer hätte nie gedacht, dass er einmal vor den Augen einer ganzen Fernsehnation alt wird! Gratulation zur 100sten Sendung und auf bald! Grüße, Ben

Wunderbarer Ausschnitt über Neid und Missgunst bei DSF-Labergott Udo Lattek!

Und: Fußball kann so einfach sein…

Rückblick WM 1986: Teamchef Franz Beckenbauer, der kleine Mexikaner und der blinde Australier!

Veröffentlicht am: 30. März 2010 | Kategorie(n): Rückpass: Fußball-Nostalgie

Sehr schöner Zusammenschnitt von legendären Aussetzern von Franz Beckenbauer während der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko. Der “kleine Mexikaner” war übrigens Journalist und hatte über außereheliche Frauenbesuche im deutschen Lager geschrieben. Wie man durch verschiedene Publikationen im Nachhinein weiß, wohl nicht ganz zu unrecht…

Fussball-Rückblick: Einmal und nie wieder oder der Mann für 65 Minuten – Dirk Drescher vom VfL Bochum!

Veröffentlicht am: 20. März 2010 | Kategorie(n): Rückpass: Fußball-Nostalgie

dirk_drescher

Als Dirk Drescher am ersten Spieltag der Saison 1985/1986 für den VfL Bochum in Nürnberg den Platz betrat, war er gerade einmal 17 Jahre, 5 Monate und 13 Tage alt. Am Vormittag dieses denkwürdigen Tages erst hatte sein Verein beim DFB eine Spielberechtigung für den jungen Mann eingeholt. Eine weise Entscheidung. Denn nachdem die eigentliche Nummer Eins, Ralf Zumdick, endgültig wegen einer Schulterverletzung hatte passen müssen, schaffte es der Nachwuchstorwart Markus Croonen – ebenfalls in seinem allerersten Spiel überhaupt – gerade einmal bis zur 25. Minute. Dann säbelte er den Nürnberger Reiner Geyer übereifrig von den Beinen und flog unter Tränen vom Platz.

Ein Moment der Stille im Frankenstadion. Schließlich schüttelte sich der VfL-Coach Rolf Schafstall einmal kräftig durch, schaute betreten Richtung Auswechselbank, nahm Stürmer Stefan Kuntz vom Platz und nickte dann dem nervös vor sich hinstarrenden Dirk Drescher zu. Ihn persönlich anzusprechen, traute sich der Trainer nicht, denn Schafstall wusste nicht einmal den Vornamen seines Ersatzkeepers.

Der siebzehnjährige Gymnasiast stand zitternd auf, blickte auf den Boden und deutete stumm auf seine Fußballtreter. »Ich war mit einem Male so nervös, dass ich es nicht schaffte, meine Fußballschuhe zuzubinden«, erinnert sich der Torwart noch heute schmunzelnd an diesen ganz besonderen Moment. Routinier Heinz Knüwe fackelte nicht lange, ging in die Hocke und knotete eine Doppelschleife. Währenddessen erkundigte sich Kapitän Klaus Fischer nach Dreschers Vornamen und Ata Lameck klopfte in einer Tour dem Keeper – und auch ein bisschen sich selbst – mutmachend auf die schmalen Schultern.

Als der VfL Bochum nach neunzig Minuten und nach einem durch und durch unansehnlichen Spiel überraschend mit 1:0 beim Club gewonnen hatte, schien es für einen Augenblick so, als sei ein neuer Stern am Torwarthimmel geboren. Doch der Nürnberger Trainer Heinz Höher kritisierte eher seine Mannschaft, als den jungen Keeper des VfL in den Himmel zu loben. »Wir waren doch nicht einmal in der Lage, einem 13- oder 14jährigen Knaben einen Ball ins Netz zu setzen«, ordnete er die Leistung des von den Medien zum Titelhelden gemachten Nachwuchstorwarts kopfschüttelnd ein.

In Bochum sah man die Dinge ähnlich und verpflichtete über Nacht den alten Gladbacher Meisterspieler Wolfgang Kleff als neue Nummer Eins. Rotsünder Markus Croonen kam in seiner Karriere nur noch zu drei weiteren Einsätzen beim VfL Bochum und für Dirk Drescher blieb der Traum »Fußball-Bundesliga« eine fünfundsechzigminütige Episode ohne Wiederholung.

Fussball-Klassiker: Blau Weiss 90 Berlin mit Bernhard Brink und Doris Papperitz im Aktuellen Sportstudio (ZDF) 1986!

Veröffentlicht am: 1. März 2010 | Kategorie(n): Rückpass: Fußball-Nostalgie

Gleich zum Start: Der Riesenhit von Bernhard Brink “Wir sind heiß auf Blau Weiß” (als das “Aktuelle Sportstudio” noch das Fernseherlebnis des Wochenendes war und Doris Papperitz dem Schlagersänger Komplimente zufliegen ließ)

Teil 2 mit dem rauchenden Götz George, Mary & Gordy, Wolfgang Gruner!

Teil3

Das Magazin für Fussball-Kultur feiert Jubiläum: 11FREUNDE sollt ihr sein oder wie man eine Kultur salonfähig macht!

Veröffentlicht am: 24. Februar 2010 | Kategorie(n): Rückpass: Fußball-Nostalgie

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Wir haben es nicht leicht. Während Schauspieler auf ihren Premierenpartys feucht-fröhliche Schneeballschlachten mit ihren Groupies feiern, Schlagersänger die wilden Weiber aus dem Möbelhaus direkt im Büro des Centermanagers vernaschen und Literaten mit einer ausgeprägten Vorliebe für Rotwein und Whiskey benebelt das Germanistik-Erstsemester-Frischfleisch umgarnen – sind wir Fußballkulturellen auf Wanderschaft meist von 100 % Männerschweiß mit Lederfetisch umgeben.c-redelings_11.jpg

Ich erinnere mich an einen Abend vor ein paar Jahren in Dortmund. Philipp Köster und Jens Kirschneck waren mal wieder unterwegs, um das Volk auf höchst amüsante Art und Weise mit ihren Fußballergüssen zu unterhalten. Kollege Goosen und ich lauschten begeistert. In der Halbzeit unterhielten wir uns mit den beiden 11FREUNDEN kurz und knapp über die oben erwähnte “Problematik”. Müdes Lächeln allenthalben. “Mal wieder maximal 10 % Frauenanteil”, schätzte Köster mit geprüftem Blick in die dunkle Halle und irgendwer schob noch hinterher: “Da würde der Waldi die Hotelbar nicht für verlassen”!

10 Jahre und 100 Ausgaben gibt es das Magazin 11FREUNDE nun schon. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass es ohne das Engagement und Durchhaltevermögen der beiden Gründer Philipp Köster und Reinaldo Coddou (siehe oben; im Jahre 2004) auch meinen Beruf des “Fußballkulturschaffenden in Vollzeit” (1 LIVE) aller Voraussicht nach so nicht gegeben hätte. Dafür ein HERZLICHES DANKESCHÖN!

Heute wird in Berlin groß gefeiert (ab 21 Uhr im Astra Kulturhaus in Berlin). Zum vierten Geburtstag lud man ebenfalls zu einer kleinen Feier. Damals schrieb man: “Wie die Zeit vergeht: Die 11FREUNDE feiern 4. Geburtstag. c-redelings_11.jpgGottlob verhält es sich mit Zeitschriften nicht wie mit Kleinkindern, sonst würden wir noch heute jeden Morgen von der Mutter in die Strumpfhose geschüttelt und in den Kindergarten geschleift. Stattdessen treffen wir uns zum 4. Geburtstag gesellig in der Kneipe und erzählen all die launigen Anekdoten der letzten vier Jahre noch einmal. Wie wir klein angefangen haben, mit nichts als einem Glückstaler in der Tasche, wie uns Rolf Töpperwien am Buffet in Dortmund das letzte Schnittchen weggeschnappt hat und wie uns Ulli Potofski einen netten Brief geschrieben hat. Alles getreu dem Motto ‘Sooo lang waren die Fische, die ihr damals gefangen habt’ (Jens Jeremies)”!

Ganz ehrlich, wir waren uns dort vor einigen Jahren in der Halbzeit in Dortmund schnell einig: Wer bei solch einem Programm, an solch einem Abend tatsächlich die “Fußballkultur-Groupies” vermisst, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Denn wie sagte der alte Haudegen Paul Ince schon so treffend: “Tackling ist viel schöner als Sex!” Genau: Und die Fußballkultur hat seit 10 Jahren, dank 11FREUNDE, endlich eine eigene, wunderschöne Spielwiese der Kicker-Leidenschaften!

Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten und ein laut geschmettertes “Glück auf” für die nächsten 100 Jahre/Hefte!

ACHTUNG: Wer eines von drei Magazinen der 100sten Ausgabe gewinnen möchte, gratuliert bis Samstag, 27.02.10, 24 Uhr, hier in den Kommentaren dem 11FREUNDE Magazin mit einem netten Gruß. Bitte eure E-Mail hinterlassen!.Viel Erfolg!

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