Geschichten in der Fussball-Sommerpause: Trainer, ich brauch Sie nicht mehr!

Veröffentlicht am: 17. Mai 2010 | Kategorie(n): Fußball-Anekdoten

Die alte Rot-Weiss Essen Legende Willi »Ente« Lippens lacht sich noch heute ins Fäustchen, wenn er an seinen alten Trainer Horst Witzler denkt. Der wollte den kleinen »Onkel Willi« im Sommer 1973 nämlich ordentlich gegen die Wand fahren lassen. ‚Doch nicht mit mir’, dachte sich der halbe Holländer und erfand mal eben so nebenbei den VHS-Grundkurs 1 für Neuanfänger in »Arbeitsverweigerung von Bundesligaprofis«. Und das kam so: Als Lippens richtig guten Mutes aus dem Spanienurlaub zum ersten Training an der Gruga fuhr, stand dort bereits das schicke VW Cabriolet des neuen Fußballlehrers auf dem Parkplatz. Willi erinnert sich genau an diesen Augenblick: »Da sitzt ein braun gebrannter, schwarz gekleideter Typ drin und hat den Arm lässig raushängen. Ich komm vorgefahren mit meinem BMW, stell mich daneben und denk: ach, guck mal, der neue Trainer. Ist ja wunderbar. In dem Moment steige ich aus, nehme mein Täschken, da ruft der auf einmal: ‚Wilhelm, kommen Sie mal!’ Ich denk mir nichts dabei und latsch da rüber. ‚Setzen Sie sich mal neben mich hier.’ Der beugt sich runter, macht die Tür auf – wär’ fast rausgefallen – ich hops rein. Das erste, was mir der neue Trainer sagt: ‚Lippens, ich brauch Sie nicht!’«

Der Stürmer war natürlich baff: »Ich habe gar nichts mehr gesagt, ich war fertig. Das ist ja klar. Du kommst dahin voller Erwartungen und der haut dir direkt eine rein. So, habe ich nur gedacht, warte mein Freundchen!»

Lippens, der zu der Zeit mit verbundenen Augen erbsengroße Goudastücke von der Latte knallen konnte, verlernte urplötzlich von einer Sekunde zur nächsten das Fußballspielen wie Schulkinder das Stricken und Häkeln einen Tag, nachdem die Zensuren im Fach »Textiles Gestalten« vergeben wurden. Mit einem verschmitzten Lächeln schildert die Ente die dramatische Situation: »Ja, wie der Teufel es will, es lief nicht so. Das kann passieren. Einfach keine Hütten mehr geschossen, war irgendwie verrammelt, da ging nichts mehr. Ich war völlig fertig.«

Der Plan funktionierte. Rot-Weiss Essen legte einen katastrophalen Start in die Saison hin und schon bald geschah das, was in solchen Momenten immer passiert: Trainer Witzler sollte hoch zum Vorstand! Willi Lippens, der alte Sauhund, war am Ziel seiner bösen Träume: »Ich wusste ja, jetzt ist er weg. Ich denk, was machst du nun? Hab ich mich in mein Auto gesetzt, Scheibe runter gedreht, Arm lässig raus, einen ganz auf cool gemacht. Nach ner halben Stunde kommt mein Freund runter. Ich: ‚Trainer, Trainer kommen Sie mal kurz.’ Witzler ist natürlich schön angepisst, kommt aber trotzdem. Und ich: ‚Trainer, wissen Sie was: Ich brauch Sie auch nicht mehr!’«

Ausschnitt aus dem Buch: Dem Fußball sein Zuhause. Pöhlen, Pils und Pokale entlang der B1

Fussballzitat der Woche – Folge 53: Neues von Olaf Thon und den Tauben im Ruhrgebiet!

Veröffentlicht am: 25. April 2010 | Kategorie(n): Fußball-Zitate

Jede Woche eine Fußball-Weisheit (Zitate, Sprüche). Ja, so soll es sein!

Olaf Thon nach dem Spiel gegen die U23 vom MSV Duisburg (1:1) in der Pressekonferenz:

Olaf Thon: “Eine Taube macht noch keinen Sommer.”

Stefan Berger (Pressesprecher VfB Hüls): “Das heißt Schwalbe.”

Olaf Thon: “Hier im Ruhrgebiet hat man Tauben, da gibt es keine Schwalben.”

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Über 3500 weitere Fußballsprüche gibt es in der runderneuerten dritten Auflage des Buchs: “Ein Tor würde dem Spiel gut tun. Das ultimative Buch der Fußball-Wahrheiten” (Ben Redelings)

Ticket-Info: Ben Redelings trifft…Legenden des Revierfussballs und Saisonrückblick mit Frank Goosen!

Veröffentlicht am: 9. Februar 2010 | Kategorie(n): Ben Redelings informiert

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Da wir immer wieder gefragt werden, ob es nicht doch noch ein, zwei Kärtchen für die Termine am 25.03.10 mit Manni Breuckmann und den Saisonrückblick mit Frank Goosen am 27.05.10 geben würde, hier leider noch einmal die (schlechte) Nachricht: leider nein!

Es wird – ebenfalls leider – aus organisatorischen Gründen auch keinen Zusatztermin in diesem Jahr für den Saisonrückblick geben. Es bleibt nur noch der Hinweis, dass in den nächsten Tagen sowohl online wie an den VVK-Stellen die letzten Karten für den großen Abschlussabend mit Gästen am 06.05.10 weg sein dürften. Bitte ranhalten, wer Lust hat, an diesem Termin zu kommen. Denn leider auch hier gilt: es gibt keine Tickets mehr in der “Hinterhand”!

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06. Mai 2010 – Großer Abschlussabend der Legenden-Reihe mit Gästen

Ein kunterbuntes Fest der sentimentalen Erinnerungen zum Finale

Eine lange schöne Zeit mit vielen spannenden Erlebnissen, wunderbaren Gästen und einer Menge lustiger Geschichten durften wir in den vergangenen fünf Spielzeiten erleben. Regelmäßig von Oktober bis Mai fanden die Abende mit einer wachsenden Fangemeinde anfangs im Bochumer Ratskeller, später im Freibeuter und nun schon seit über drei Jahren im RIFF statt. Der Abschlussabend der Legenden-Reihe wird auch der letzte Abend der gewohnten regelmäßigen Spielzeiten sein.

Noch einmal darf man sich auf einen oder mehrere prominente Gäste freuen. Wird es diesmal vielleicht eine Schiedsrichter-Legende aus Oberhausen, ein singendes Zwillings-Pärchen aus Gelsenkirchen oder ein alter Revier-Haudege irgendwo aus dem Pott sein? Mal schauen. Auf jeden Fall wird im Anschluss ein Glas auf all die schönen Erinnerungen gehoben!

06.05.10 – Bochum: Ben Redelings trifft…LEGENDEN DES REVIERFUSSBALLS. Abschlussabend der Legendenreihe & der regelmäßigen Scudetto-Spielzeiten, RIFF/Bochum, Einlass: 19h, Beginn: 19.30h, ausverkauft!!

Das andere Video am Freitag: -Against the Wind- von Bonnie Tyler aus dem Schimanski-TATORT!

Veröffentlicht am: 29. Januar 2010 | Kategorie(n): Absolut kein Fußball

Jeden Freitag wird es ab sofort ein Nicht-Fußball-Video hier zu sehen geben. Den Anfang macht Bonnie Tyler mit dem unsterblichen “Against the Wind”. Dieser Song war die Titelmusik des letzten Schimanski-TATORT “Der Fall Schimanski”. RUHR.2010 mal anders!

Dem Fussball sein Zuhause wird vertont: Live-Aufnahme am Dienstag, 02.02.2010, Freibeuter, Bochum!

Veröffentlicht am: 26. Januar 2010 | Kategorie(n): Ben Redelings informiert

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Nächsten Dienstag, 02.02.10, nehme ich im Bochumer Freibeuter das “Dem Fußball sein Zuhause”-Programm live auf. Wer sich also selbst einmal auf einer CD hören möchte, dem bietet sich an diesem Abend eine passende Gelegenheit. ;-)

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02.02.10 – Bochum: DEM FUSSBALL SEIN ZUHAUSE. Pöhlen, Pils und Pokale entlang der B1, Freibeuter, Kortumstr.2-4, 44787 Bochum, Einlass: 19h, Beginn: 19.30h, Eintritt: 10 Euro, VKK: wohnbar, Alte Hattinger Str.15, 44789 Bochum (ohne Gebühr) / Bochum-Marketing-Touristinfo, Huestr. 9, 44787 Bochum (zzgl. Gebühr), Abendkasse, Infos

Cartoon zum kleinen Derby VfL Bochum – FC Schalke 04: Komm schenk mir noch einen ein!

Veröffentlicht am: 25. Januar 2010 | Kategorie(n): Fundstücke: Artikel, Fotos, Zitate

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Ein herzliches Dankeschön an Oliver Hilbring für diesen wunderbaren Cartoon!

Am Ende hatten die Fans des VfL Bochum gut lachen: Glück auf, VfL, nach dem Derby gegen den FC Schalke 04!

Veröffentlicht am: 24. Januar 2010 | Kategorie(n): Fundstücke: Artikel, Fotos, Zitate

“Ach”, sag ich, “da ist ja der Mann aus dem Fernsehen. Jetzt bist du eine Berühmtheit, was?!”

“Och”, erwidert der Mann mit dem Helm, “war ja nun nicht das erste Mal, dass ich im Fernsehen war…!” Na, dann, Glück auf, VfL!

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Radio 98.5-Reporter Günther Pohl sollte man sich als Bochumer – ab 3:42 min. wird es lustig – ruhig noch einmal geben: VfL-Bochum-Podcast oder hier im Video!

Dem Fussball sein Zuhause unterwegs – die nächsten Termine in Marl, Bonn, Bochum, Sigmaringen und Moers!

Veröffentlicht am: 17. Januar 2010 | Kategorie(n): Ben Redelings informiert

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Nach einigen Wochen Pause geht es endlich wieder mit dem aktuellen Programm “Dem Fußball sein Zuhause” auf Tour. Frisch an Bord sind amüsante Begegnungen und Erlebnisse der letzten Wochen. In Vorfreude auf die  Abende schicke ein “Glück auf” voraus!

JANUAR 2010

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19.01.10 – Marl: DEM FUSSBALL SEIN ZUHAUSE. Pöhlen, Pils und Pokale entlang der B1, Die insel-Stadtbibliothek im Marler Stern, Bergstraße 230, Marl, Beginn: 19.30h, Internet
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21.01.10 – Bonn: DEM FUSSBALL SEIN ZUHAUSE. Pöhlen, Pils und Pokale entlang der B1, Harmonie, Frongasse 28-30, Bonn, Beginn: 20h, Internet

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FEBRUAR 2010

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Zusatztermin wegen der großen Nachfrage!

02.02.10 – Bochum: DEM FUSSBALL SEIN ZUHAUSE. Pöhlen, Pils und Pokale entlang der B1, Freibeuter, Kortumstr.2-4, 44787 Bochum, Einlass: 19h, Beginn: 19.30h, Eintritt: 10 Euro, VKK: wohnbar, Alte Hattinger Str.15, 44789 Bochum (ohne Gebühr) / Bochum-Marketing-Touristinfo, Huestr. 9, 44787 Bochum (zzgl. Gebühr), –> Online-VVK-Tickets, Infos

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04.02.10 – Sigmaringen: DEM FUSSBALL SEIN ZUHAUSE. Pöhlen, Pils und Pokale entlang der B1, Alter Schlachthof, Georg Zimmererstraße 7, 72488 Sigmaringen, Beginn: 20h, Internet

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08.02.10 – Moers: DEM FUSSBALL SEIN ZUHAUSE. Pöhlen, Pils und Pokale entlang der B1, Die Röhre, Weygoldstraße 10, 47441 Moers, Beginn: 20h, Internet

Fussballfoto: RUHR.2010 vereint das ganze Ruhrgebiet. Das ganze Ruhrgebiet? Nicht ganz!

Veröffentlicht am: 17. Januar 2010 | Kategorie(n): Fundstücke: Artikel, Fotos, Zitate

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Dieses bitterböse Foto stammt vom großartigen Fotografen Gerrit Starczewski: star-photo.de

Manni Breuckmann fragt im RUHR.2010-Kulturhauptstadt-Jahr: Ist Fussball etwa keine Kultur?!

Veröffentlicht am: 13. Januar 2010 | Kategorie(n): Fundstücke: Artikel, Fotos, Zitate

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Lieber Manni Breuckmann, ich Danke Sie ganz herzlich für diese Frage (“Ist Fußball etwa keine Kultur?”), die Du heute in der WAZ gestellt hast. Eine Beantwortung darauf spare ich mir allerdings. Wir beide werden an dem “leider” bereits ausverkauften Scudetto-Legenden-Abend im März in Bochum hoffentlich ein bisschen davon zeigen können, was dem offiziellen RUHR.2010-Kulturhauptstadt-Programm abgeht. Am 06. Mai schließt die Legenden-Reihe, die im Bochumer.2010-Programm vertreten ist (hier in Bochum, in der Stadt mit dem “sympathischsten Verein der Welt”, weiß man offensichtlich den Fußball auch als “Kulturphänomen” zu schätzen), aber das ganze Jahr über werde ich quasi missionarisch versuchen, mit meinem aktuellen Programm und Buch ganz Deutschland »Dem Fußball sein Zuhause« mit viel Liebe näher zu bringen!

Doch, lieber Manfred Breuckmann, Du hast Recht: “Gott sei Dank hat das Spiel ja gerade erst angefangen; für ein wundersames Ruhr-Fußball-Sommermärchen 2010 ist es noch nicht zu spät.” Deshalb, Glück auf, in der Vorfreude auf viele fußballkulturelle Stunden in 2010!

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