Abschiedsvideos – Ehre, wem Ehre gebührt: Auf Wiedersehen, Philipp Bönig, es war schön mit dir!

Veröffentlicht am: 30. April 2012 | Kategorie(n): Fußball-Video des Tages

Video: Abschiedsrede von Philipp Bönig am 29.04.2012

Video: Philipp Bönig singt “Bochum” mit den Fans

Reviersport-Gastkommentar: Bodo Bär hat keine Chance – Paderborn und der VfL siegen!

Veröffentlicht am: 12. März 2012 | Kategorie(n): Fundstücke: Artikel, Fotos, Zitate

Bodo Bär hat keine Chance: Paderborn und der VfL siegen!

Das ist das Beruhigende: Wenn die Welt um einen herum zusammenbricht, Raider plötzlich Twix heißt, Helmut Kohl nicht mehr Kanzler ist und das Seite-1-Girl schamlos in die ewigen Jagdgründe geschickt wird, dann bleibt uns immer noch ein treuer Hafen: der Fußball!

Diese ganz eigene Welt aus Verrückten und Bekloppten bildet eine Gemeinschaft, um die uns alle nicht Fußballbesessenen klammheimlich beneiden. Denn Fußball ist auch ein bisschen wie Sauna. Oder wie Rudi Assauer es einmal so schön sagte: »Vor dem heißen Ofen tropfen alle Menschen gleich.«

Natürlich sind ein paar von uns etwas gleicher. Unsere Helden von einst stehen auf ewig eine Stufe höher als wir Kurvengänger, auch wenn sie uns das abseits des grünen Rasens im günstigsten Fall nicht spüren lassen. Am Montag letzter Woche hatte ich das Vergnügen bei der Präsentation des Buchs » Ata, Ennatz, Susi, Yyyves « mal wieder einige alte Recken zu treffen. Erhebende Momente waren das. Fachgespräche mit Eggeling und Zumdick, privater Plausch mit Yves Eigenrauch, Fotos für den Cartoonisten Oli Hilbring mit Klaus Fischer und als persönliches Highlight des Tages der folgende Kurzdialog zwischen zwei alten Bochumer Filigrantechnikern. Als Frank Benatelli etwas in die Hand gedrückt wird, sucht er verzweifelt seine Lesebrille und fragt, als er sie nicht finden kann: »Was ist denn das?« Und von seiner Seite erklingt wissend die Stimme von Lothar Woelk: »Das ist doch das neue Buch von Ben!« Ein wohliger Schauer lief mir den Rücken hinunter, Woelk hatte tatsächlich »Ben« gesagt. Mit den Idolen auf Du und Du – Paradies, wie kannst du schöner sein?

Auf dem Rückweg saß dann Hans Walitza neben mir (»Als dich gesehen habe, Ben, wusste ich, wie ich nach Hause komme!«) und erzählte so selbstverständlich aus seinem prallen Leben, als ob wir bereits im Sandkasten die Förmchen miteinander geteilt hätten. Der Fußball ist eben einfach magisch schön!

Deshalb sind auch Spiele gegen Paderborn für meinen fast dreijährigen Sohn und mich Feiertage. Trikot an, Salzstangen in die Tupperbox (es sind nur Sesamstangen, aber das weiß er nicht, schließlich habe ich ihm auch noch nicht die volle Wahrheit über unseren Verein gesagt) und der Griff zum Kühlschrank, der begleitet wird von der wundervollen Frage: »Warum trinken WIR Bier, Papa?«

Es gilt ihn anzufixen für den Fußball, den Verein und die große ewige Gemeinschaft der Verrückten und Bekloppten, die uns Halt und Geborgenheit gibt. Und ich glaube, es klappt. Als ihm Mitte der zweiten Halbzeit seine Mutter auf der Couch eines seiner Lieblingsbücher, »Bodo Bär auf der Baustelle«, vorliest, schielt er immer wieder am Buch vorbei zum Zweitligakracher zwischen Paderborn und unserem VfL. Und als er bemerkt, dass ich ihn dabei beobachte, blinzelt er mir verschwörerisch zu. Um meinen Sohn, denke ich in diesem Moment, brauche ich mir wohl keine Sorgen mehr zu machen. Er ist einer von uns!

Tschüss, Henryk Baluszynski, und Danke!

Veröffentlicht am: 2. März 2012 | Kategorie(n): Rückpass: Fußball-Nostalgie

Tschüss, Balu! Dieses Spiel auf Schalke werde ich dir nie vergessen!! Auch wenn wir am Ende nicht nur (wie so häufig) doch noch einen auf den Arsch bekamen (und tüchtig von links oben beschossen worden sind)!

http://www.fussballdaten.de/bundesliga/1995/16/schalke-bochum/
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Wechsel zum 1. FC Köln: Chong-Tese weint bei seinem Abschied vom VfL Bochum bitterlich!

Veröffentlicht am: 30. Januar 2012 | Kategorie(n): Fußball-Video des Tages

Video: Der Nordkoreaner Chong-Tese weint bei der WM 2010 in Süfafrika!

Reviersport-Gastkommentar: Pokalschlager VfL gegen Bayern – Ohne Schiri habt ihr keine Chance!

Veröffentlicht am: 19. Dezember 2011 | Kategorie(n): Fundstücke: Artikel, Fotos, Zitate

Ich bin mir sicher, dass ein ganz bestimmter VfL-Fan am Dienstag die Uhr um knapp dreißig Jahre zurück drehen wird. Genauer gesagt, auf den 10. April 1982. Damals beim Pokalhalbfinale zwischen dem VfL Bochum und dem FC Bayern München sahen 45.000 Zuschauer im Ruhrstadion, wie der sympathischste Verein der Welt großartig auftrumpfte und die Lederhosen schwindelig spielte. Einzig Rotbäckchen Rummenigge hatte dem VfL etwas entgegenzusetzen. Nach seinem frühen Tor gab es jedoch nur noch eine Mannschaft auf dem Platz – den VfL Bochum. In der siebzigsten Minute gelang Patzke schließlich der völlig verdiente Ausgleich und nun schien es nur noch eine Frage der Zeit, bis der VfL das Ding endgültig für sich entschied. Doch die Jungs von der Castroper Straße hatten die Rechung ohne den Schiedsrichter gemacht.

Wie so oft war der Mann in schwarz auf dem rot-weißen Auge blind. Er verpfiff die Bochumer nach Strich und Faden. Das Publikum tobte und das Ganze schaukelte sich langsam höher und höher. Und als der Schiri wieder mal komplett daneben lag, gab es für einen jungen Kerl in blau-weißer Fankutte kein Halten mehr. Wie von Sinnen stürmte er auf den Platz. Er hatte nur ein Ziel: Unter allen Umständen – wie er später gestand – wollte er diesem »blinden Schwachmat von Schiedsrichter in den Arsch treten«. Fast hätte es geklappt. Doch im letzten Moment wurde er von Lothar Woelk, Wolfgang Patzke, Ata Lameck und Konsorten eingesammelt und der Polizei übergeben. Das Spiel war für den fanatischen Bochumer vorzeitig beendet. Wenige Minuten später dann auch für den VfL. Nach einem geschenkten Elfmeter verlor man 2:1 gegen die elf plus eins Lederhosen.


Als der junge Kerl nach dem Spiel aus der Sicherheitsverwahrung entlassen wurde, begegnete ihm ein älterer Herr, der ihn böse anblickte und die Hand hob. Der nun wieder lammfromme Platzstürmer zog bereits ängstlich den Kopf ein, als der Opa ihm fast zärtlich auf die Schulter klopfte. Lächelnd drückte er dem jungen Kerl 20 Mark in die Hand: »Falls es Ärger gibt, mein Junge. Das hast du sehr gut gemacht!«

Am nächsten Tag musste der Beinahe-Hooligan auch noch zum Präsidenten Ottokar Wüst, in sein Geschäft für Herrenmode in der Bochumer City. Voller Bammel rechnete er mit dem Schlimmsten. Die Polizei hatte ihm eine gepfefferte Geldstrafe und ein Stadionverbot auf Lebzeit angedroht. Ottokar kam dem Platzstürmer mit ernster Miene entgegen, bat ihn in einen Nebenraum und fiel ihm dort mit Tränen der Rührung in den Augen um den Hals: »Junger Mann, ich muss Ihnen ehrlich sagen, hätten Sie das nicht gemacht, dann wäre ich auf den Platz gelaufen!« Und da sprach Ottokar 45.000 stinksauren Bochumern aus dem Herzen. Dienstag wäre ein guter Tag, einmal mit elf plus eins VfLern auf dem Rasen zu stehen!

(Foto aus dem Jahr 1982: Bernd Kreienbaum)

Bundesliga-Gerüchte: Jupp Heynckes soll um die sofortige Vertragsauflösung gebeten haben. VfL Bochums Verwirrtaktik ist offensichtlich aufgegangen!

Veröffentlicht am: 5. Dezember 2011 | Kategorie(n): Absolut kein Fußball


Interessante Neuigkeiten aus München: Jupp Heynckes soll um die sofortige Vertragsauflösung gebeten haben. Er sieht keine Chance, das Pokalspiel gegen den VfL Bochum erfolgreich zu bestreiten. Er ist TOTAL verwirrt (wohl nach dem Studium der Partien Cottbus, Braunschweig & Aue gegen den VfL). Da kann man nur sagen: Bravo, Jungs!

Reviersport-Gastkommentar: Bruce Darnell und der fehlende Glamour-Faktor beim BVB!

Veröffentlicht am: 21. November 2011 | Kategorie(n): Fundstücke: Artikel, Fotos, Zitate

Letzte Woche hatte ich die einmalige Gelegenheit, mir die Kabinen im BVB-Stadion anzugucken. Erste Erkenntnis: Die Jungs haben untereinander offenbar nichts zu verbergen – eine Zwischentür vor dem WC-Bereich gibt es schlicht nicht. Zweite Lehre: Die kochen auch nur mit Wasser. Plastik-Bänke mit Aufhänghaken an der Sprosse, zwei Schwimmbade-Föne an der Wand, ein Trimm-Dich-Fahrrad der Sorte Hobbykeller und ein Flip-Chart im Nebenraum. Das war’s! Bruce Darnell wäre am fehlenden Glamour-Faktor glatt verzweifelt und schreiend aus den Katakomben geflüchtet. Doch ich fand es, ehrlich gesagt, nach einem ersten Moment der Irritation herrlich ernüchternd: Das war alles so schön normal! Oder anders ausgedrückt: Fußball kann tatsächlich viel, viel simpler sein, als es uns die uniform gestylte, so genannte Sky-Expertenrunde in den Arenen der Republik und die DFL-Eröffnungsfeier zum Bundesligastart vermitteln möchte.

Mit Spannung und Vorfreude habe ich so das Spitzenduell zwischen den Bayern und Borussia Dortmund herbeigesehnt. Leider, für den neutralen Zuschauer, gelang es den Borussen in der ersten Halbzeit nahezu perfekt, die Vorgabe ihres Trainers Jürgen Klopp (»Wir haben die Möglichkeit, die Bayern durch verschiedene taktische Maßnahmen auf unser Niveau runterzuziehen«) umzusetzen. Zeit genug also für meinen Sohn und mich vor dem TV einige Weihnachtslieder nahezu in Perfektion einzuüben und abschließend mit einem Fußball-Gassenhauer (»Du sitzt auf dem Klo und hast kein Papier, dann nimm doch die Fahne von …«) die Bettzeit einzuläuten.

Auch im Netz war man enttäuscht, ob der ersten Halbzeit: »Topspiel = langweiliges Sch…spiel«. Und jemand anderes hatte auch gleich eine viel beklatschte Analyse parat: »… weil die Dortmunder keine Eier haben.« Von Marcel Reifs Co-Kommentator stammte dieser Satz übrigens nicht!

Am Ende siegte bekanntlich der BVB und im Internet las man Erstaunliches. Ein Bochumer schrieb: »Hauptsache Bayern hat verloren.« Und ein Schalker (!) tippte in einem offensichtlich vorweihnachtlich geprägten Wahnanfall in die Tastatur: »Das Herz des Fußballs schlägt im Westen!«

Ich schaute mir derweil mein Foto auf Klopps Platz auf der BVB-Trainerbank an, das wir letzte Woche im Stadion geschossen hatten, und überlegte: Was würde es wohl bedeuten, wenn es meinem VfL am 20.12. im DFB-Pokal gelänge, die Bayern »auf unser Niveau runterzuziehen«? Mhm? Sicher wäre wohl nur, dass mein Sohn und ich ausreichend Zeit hätten, um auch noch einen anderen Klassiker einzuüben: »Zieht den Bayern …!«

Einmal im Jahr feiere ich meinen Geburtstag nur mit meinem Verein!

Veröffentlicht am: 20. November 2011 | Kategorie(n): Fundstücke: Artikel, Fotos, Zitate

Der Vorteil: So verteilt sich die Sache ein bisschen. Man hat quasi zwei Tage was davon. Und ein Pluspunkt dieser Liste: Letztes Jahr rief Hannes Walitza an… (stand im selben Heft)!

Biete Tickets/Karten (Sitzplatz) für das DFB-Pokalspiel VfL Bochum gegen den FC Bayern München am 20.12.2011!

Veröffentlicht am: 9. November 2011 | Kategorie(n): Fundstücke: Artikel, Fotos, Zitate

Alles was man zu diesem Ticket-Angebot auf Ebay für das DFB-Pokalspiel im Achtelfinale zwischen dem VfL Bochum und dem FC Bayern München sagen kann, hat bereits Andreas Wiemers getan. Viel Vergnügen: Ein Darmausgang ist ein Darmausgang und bleibt ein Darmausgang!

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